Ende 1941 richtete Prof. Dr. Schilling eine Versuchsstation für Malaria- Forschung im Krankenbau des K.L. Dachau ein. Zuerst verwendete er für diese Versuche die sogenannten Berufsverbrecher. Er wählte nur kerngesunde Leute aus, die er dann mit Malaria- Erregern ansteckte. Es ist anzunehmen und wahrscheinlich auch in nächster Zeit statistisch zu beweisen, daß er bis zum Frühjahr 1945 rund 3000 Menschen mit Malaria verseucht hat. Die Todesziffer betrug rund 10%, sodaß er allein 300 Menschen auf dem Gewissen hat.

Ebenfalls Ende 1941 ging das Institut für Wehrwissenschaftliche Zweckforschung im K.L. Dachau zu Versuchen an lebenden Menschen über. Ein Versuchswagen, aus dessen hinterem Teil die Luft herausgepumpt werden konnte, diente zu Unter­druckversuchen, die Luftdruckverhältnisse in Höhen bis zu 19 000 m darstellen sollten. In diesen Raum wurden die Menschen eingesperrt und die Versuche manch­mal soweit durchgeführt, bis der Tod eingetreten war. Dann sollte durch Sektion die Todesursache festgestellt werden. In eiskaltem Wasser wurden mit sogenannten Schaumanzügen Erstarrungsversuche an Häftlingen durchgeführt. Diese Häftlinge wurden so lange in dem Wasserbad von 4 Grad belassen, bis sie bewußtlos waren. Dann wurden sie mit den nachfolgenden Methoden wieder aufgetaut, soweit nicht schon der Tod eingetreten war:

Lauwarmes Wasser sollte die Glieder wieder beleben.

Die Körperwärme von zwei nackten Frauen sollte die eisige Kälte aus den Gliedern der Häftlinge treiben.

Alkohol, Schläge, Rotlicht und Bogenlampen waren ebenfalls Mittel zur Wieder- Erweckung.

Eine Zahl der Todesopfer anzugeben, ist mir auch nicht annähernd möglich. Ich weiß nur, daß einmal innerhalb 14 Tagen 35 Kameraden nach dem Krematorium gefahren wurden. Es dürfte sich also um mehrere Hunderte von Ermordeten handeln. Der Reichsführer der SS, Heinrich Himmler , besuchte in Begleitung von Reichs­protektor Heydrich und dem Reichsärzteführer Conti die Versuchsstationen des Krankenbaues. Nach einer dreistündigen, eingehenden Besichtigung und nach Vor­führung von Versuchen äußerte er sich sehr anerkennend. Zu den Versuchsopfern sagte er pathetisch:

,, Jungens, ihr habt dem Vaterland einen ebenso großen Dienst geleistet, wie unsere Soldaten an der Front. Ich werde Euch das bei Eurer Entlassung, die demnächst stattfinden wird, belohnen."

Von den Tausenden der Versuchsopfer wurden meines Wissens 2 Leute entlassen. Fast in allen Konzentrationslagern bestanden solche Versuchsanstalten. Dem Krankenbau des Konzentrationslagers Buchenwald war das hygienische Forschungs­Institut der Waffen- SS angegliedert. Im Block 46 starben viele Hunderte von vorher vollständig gesunden Häftlingen im Dienste der sogenannten nationalsozialistischen wissenschaftlichen Arbeit. An diesen Opfern wurden neue Mittel gegen das Fleck­fieber ausprobiert, aber in den meisten Fällen war das Fleckfieber stärker als diese neuen Mittel. In den Jahren 1941 und 1942 verwendete die Lagerführung des Kon­

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