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Gebändigte Dämonen : von der Überwindung der Gewalt / Gerhart Binder
Entstehung
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verfielen der hypnotisierenden Doktrin, die primitiv genug war, um von ihnen verstanden zu werden, und zugleich so selbstsicher, daß sie trotz ihrer Haltlosigkeit ernst genom­men wurde.

Wenn wir daher eine Erklärung erhalten wollen, wie es überhaupt möglich gewesen ist, in diesen schreckens­vollen Lagern Stätten der Erziehung zu erblicken, müs­sen wir uns den Glauben' dieser Idealisten' klar zu machen suchen. Ihnen bedeutete ihre Weltanschauung nicht eine philosophische Ansicht, oder die Form einer entwick­lungsfähigen Weltschau, sondern schlechthin einen Glau­ben. Die Partei hat ja gerade dieses Wort immer wieder gebraucht. Den neuen Glauben durfte kein Verstand und keine Kritik betasten. Sie glaubten an Adolf Hitler mit dem Fanatismus von Derwischen und hielten ihre Wahn­überzeugung für Religion, ja gerade für die deutsche Reli­gion. Wer diesen Glauben bezweifelte, oder wer sich als lau erwies, sündigte gegen ihr Heiligstes. Es glich diese Haltung einem echten religiösen Bekenntnis, wie die Kari­katur dem Bild. Diese wahnwitzigen Träumer, Hitler an ihrer Spitze, sind die eigentlichen Erfinder der Konzen­trationslager gewesen. Ihnen war es selbstverständlich, daß man Menschen, die gegen ihren, Glauben' verstießen, be­strafte und aus der Volksgemeinschaft ausschloß. Folge­richtig teilten sie solche, Sünder' in zwei Gruppen ein: die , Unheilbaren und die Verführten'. Die Unheilbaren hat­ten keine Aussicht, dem Konzentrationslager jemals wieder zu entrinnen; sie wurden ausgetilgt, ausgehungert oder vergast. Die andern aber, die Verführten, sollten durch Strenge geheilt werden den einen also die national­

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