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ſtändig zu entwickeln. Armut des Geiſtes, Leere des Gefühls, Schwäche des Wiiliens, Feigheit der Moral ſind ſo die notwendigen Folgen der Diktatur. Die menſchliche Geſellſchaft aber kann nicht leben, indem ſie täglich‘ärmer und ſchwächer wird, ſondern ſie wird nur leben, wenn ſie täglich reicher und ſtärker wird. Nicht Flugzeuge und Kanonen, Autoſtraßen und Brücken ſind das Entſcheidende.»Nicht durch die Gewalt der Waffen, ſondern durch die Macht des Gemüts werden Siege erkämpft.« Deshalb muß, wenn Freiheit ſein ſoll, jeder Glaube und jede Weltanſchauung leben können. Auch die Freiheit iſt nichts Formales, ſondern ein Wirkliches. Die Vielheit und Größe der Ideen, die Tiefe und Innigkeit des Glaubens, die Stärke reinen Wollens ſind einzeln und in ihrer Geſamtheit Erſcheinung und Maß der Freiheit. Die Frage nach ihrem Weſen überlaſſen wir der Metaphyſik, die Frage nach ihrer Zu= Runft beantworten wir, indem wir für viele Freiheiten menſchlichen Lebens Freiheit ſchaffen. Freiheit, andere zu unterdrücken, iſt ein Widerſpruch-in ſich ſelbſt. Freiheit kann es nur für Menſchen geben, die durch ihr praktiſches Leben beweiſen, daß ſie die Freiheit ihrer Mitbürger achten.
Staatlicher Schuß jeder Religionsübung.
Staat und Kirche ſollen in Frieden leben. Deshalb wird die Volksrepublilz allen Kirchen volle Autonomie der Religionsübung gewähren und dieſe
“ ſtützen. In der von der Volksfront regierten Volksrepublik wird es keine
Polizeiſpißel, keine Kanzelparagraphen, kein bemwaffnetes Vorgehen gegen Fronlcichnamsprozeſſionen, keine politiſchen Kundgebunden in Kirchen und Gemeindehäuſern, kein ſtaatliches Kirchenregiment, keine Diſziplinargerichte über theologiſche Meinungsverſchiedenheiten geben. Die Verwaltungsorgane der Volksrepublik werden jede berechtigte Religionsübung gegen Exzeſſe des NS-Pöbels ſchüßeh. Die Volksfront wird auch vermögensrechtlich zwiſchen Staat und Kirche eine Verſtändigung finden, die beiden Seiten gerecht wird. Alles das iſt nicht ein gelegentliches praktiſches Zugeſtändnis an die Kirche, ſondern folgt für immer aus unſeren Grundſätzen über die Freiheit. Freiheit
ſoll auch für die atheiſtiſche Bewegung herrſchen. Mögen Kirchengläubige und
Atheiſten miteinander ringen- überzeugt, daß jedes geiſtige Ringen alle menſchlichen Kräfte weckt, wird es die Volksrepublik als ein Stück der Wirk= lichkeit der Freiheit nur begrüßen.
Organiſationsfreiheit.
Die Volksrepublik braucht die politiſche, weltanſchaulich gefeſtigte Tätigkeit ihrer Bürger. Da aber die Menſchen verſchieden ſind, anerkennt die Volks=
front grundſäzlich die Notwendigkeit verſchiedener Parteien. Denn man darf
nicht nur von der Freiheit reden, man muß ſie auch organiſieren. Pie Freiheit iſterſt geſichert, wenn mehrere Parteien ein poſitives Recht auf politiſche Wirk= ſamkeit im Staate haben. Daraus ergibt ſich, daß die Parteien ihrer Natur nach etwas anderes ſind als Vereine. Der Liberalismus ſtellte ſie fälſchlich den Vereinen gleich, die Diktatur identifizierte fälſchlich Partei und Staat. Wir werden durch ein Verfaſſungsgeſetz über das Parteiweſen die Parteien dahin ſtellen, wohin ſie gehören: in die Geſellſchaft- ihre Mitglieder vor Auto= kratie, ihre Finanzen‘vor Korruption, ihre Führer vor Verleumdung, das Volk ſelbſt aber vor dem Unfug der Parteiſplitterungen ſchützen.
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