die Organiſationshäuſer, die andere gebaut. Daß die kleinen Angeſtellten der NSDAP , die für kärgliche Gehälter die Arbeit für ihre beſoffenen Leiter machen müſſen, unſere Freunde, keineswegs unſere Feinde ſind, verſteht ſich von ſelbſt.

Recht und Gerechtigkeit für alle: dasiſt ein Ruf, der tiefſte menſchliche Sehnſucht und härteſte politiſche Notwendigkeit in eins zuſammenfaßt. Nie= mand, der rein vor der Geſchichte ſteht, braucht vor ihm zu erſchrecken. Furchtbar iſt er nur für die, die Unrecht übten. Dieſer Ruf wird befreien, rcinigen, ſühnen, wiedergutmachen. Nach einer ſchrecklichen Klaſſenjuſtiz in der Monarchie, einer ſchwächlichen Rechtspflege in der Republik , einer furcht= baren Blutherrſchaft in der Diktatur wird er durch die Volksfront endlich den Weg für das deutſche Volk öffnen, ſein Reich in Freiheit und Frieden zu er= neuern.

3. Freiheit

Freiheit des Glaubens und der Weltanſchauung, ſtaatlicher Schuß jeder Religionsausübung, Preſſe=, Verſammlungs=- und Vereinigungsfreiheit.

Schwer und dornenvoll iſt der Weg, der zur Freiheit führt. Nur freie Menſchen können anderen Freiheit gewähren. Die Größe der Freiheit aller ergibt ſich aus dem Maße der Freiheit, zu der jeder einzelne fähig iſt. Noch ſind in Deutſchland die innerlich unfreien Menſchen gegenüber den freien in der Mehrzahl, Deutſchland hat mehr Untertanen als Staatsbürger, mehr Men= ſchen, die ohne zu denken ans Gehorchen gewöhnt ſind, als Menſchen, die in gleicher Achtung jedes anderen aus vernünftigen Gründen ſich mit anderen zu gemeinſamem Wirken vereinen. In keinem anderen Lande iſt oie in Peutſch= land cine Überordnung von großen und kleinen Feldwebeln und Poliziſten über cine Unterordnung von Untertanen, ein Befehlen von Männern über Frauen, cine Hierarchie von Bonzen über Laien vorhanden. Deutſchland iſt durch Geſchichte und Tradition, Feudalismus und Militarismus, Scharf= machertum und Demokratie ein Sumpfland moraliſcher Unfreiheit. Dieſen Sumpf der Unfreiheit gilt es in ein Kulturland der Freiheit zu verwandeln, Wie iſt das möglich?

Freiheit des Glaubens und der Weltanſchauung.

Zuerſt müſſen wir anerkennen, daß die Menſchen verſchieden, aber alle zur Freiheit gleich fähig ſind. Wir verwerfen deshalb das Dogma der Raſſen= pflege und Erbtüchtigkeit von ſogenannten höheren, anderen Raſſen. Nicht in der biologiſchen Vergangenheit, ſondern in den geiſtigen und moraliſchen Anlagen des Menſchen liegt ſein Wert; darum kommt es darauf an, jedem die Chance zu geben, frei oder unfrei, Bürget oder Untertan zu werden.

Zwei Wege ſtehen dafür offen: der Glaube und die Weltanſchauung. Was der Menſch an Wiſſen und Bildung in letter Inſtanz ſagt und. tut, iſt ſein religiöſer Glaube und ſeine politiſenhe Weltanſchauung. Die Diktatur will dem Menſchen eine einzige ſogenannte Weltanſchauung der NSDAP aufzwingen, möchte am liebſten auch nur einen Glauben, den Glaubenan ſich, den»Füh= rer« ſchen. Deshalb verkrüppelt der Menſch unter der Diktatur. Denn nicht einmal diejenigen, die für die Diktatur_ſind, vermögen ihre Anlagen voll=

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ſtändig zu entw Willens, Feighe! Die menſchliche und ſchwächer n ſtärker wird, Ni das Entſcheiden Macht des Gemi ſoll, jeder Glaul iſt nichts Form ldeen, die Tiefe einzeln und in il nach ihrem Weſ kunft beantwor Freiheit ſchaffen, ſelbſt, Freiheit| Leben beweiſen,

Staatliche, Staat und Ki allen Kirchen Vv ſtüßen, ln dey 1 Polizeiſpibel, ke Fronleichnamspr Gemeindehäuſey über theologiſch der Volksrepub| =Pöbelg[chül Staat und Kiych les dag iſt ni ſondern folgt fi