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muniſtiſche Dörfer, in denen 1933/34 Sonntag um Sonntag alle unterlaſſenen kirchlichen Trauungen nachgeholt worden ſind. Nahezu 3 Mill. Männer bis zu 35 Jahren gehörten vor dem 30. Juni 1934 der SA an: nahezu alles, was es an wehrfähigen Männern in dieſem Alter gibt! Das Jahr 1935 kann als der Höhepunkt dieſer Entwicklung bezeichnet werden. Die Maſſe aus der Induſtrie= und Handelswelt war nationaliſtiſch geworden. Das iſt ſehr einfach zu er- klären. Auch unter der Vorkriegsſozialdemokratie iſt trot alles Schein=Revo= lutionarismus der Militarismus immer ſtark geweſen. Er hat durch die Welt= kriegserlebniſſe eine ungeheure ſeeliſche Vertiefung erfahren. Und da in einem Lande ohne innere Religioſität der Pazifismus immer eine Angelegenheit der philoſophiſch und juriſtiſch gebildeten Intellektuellen, alſo einer Minderheit der Intellektuellen mit all ihrem Literatenkrakeel bleiben mußte, iſt dieſes mili= tariſtiſche Weltkriegserlebnis für Millionen marxiſtiſcher Wähler das einzige große Erlebnis ihres Lebens geworden, größer als das Erlebnis von Arbeits=- kämpfen, als das Erlebnis der Errichtung der Republik , als Liebe, Ehe, Familie, Kirche. Es beherrſcht alles andere. Es kann nur durch größere, tiefere, ges mwaltigere Erlebniſſe überwunden werden.
Seit 1936 iſt in dieſer Lage der Maſſenideologie eine deutliche Veränderung eingetreten. Es iſt ein ſehr zuſammengeſeßter, ſehr differenzierter Prozeß, den wir verfolgen können. Seine wichtigſten Träger ſind die Mitglieder der NSDADP, die ehemaligen Mitgliedermaſſen der Gewerkſchaften, die Elite der ſozialiſtiſchen Arbeiter und Angeſtellten. Oie erſten erleben den Katzenjammer des»revolutionären« Alltags. Eine ungeheure Ernüchterung, Enttäuſchung, Entmutigung hat unter ihnen Plag gegriffen. Alles iſt ganz anders geworden. Auf allen wirtſchaftlichen Gebieten geht es bergab. Jetzt ſtehen ſie gegen eine Mauer. Aber der Gegner iſt nicht zu faſſen. Was vermag der Sat»Gemeinnuß geht vor Eigennuß«, wenn die Gemeinſchaft täglich ärmer an Rohſtoffen, Geld, Nahrungsmitteln wird? Was der Satz»Die Juden ſind unſer Unglück«, wenn die Erfahrung lehrt, daß bei Juden Arbeit und anſtändige Behandlung zu finden waren, die gleichgeſchalteten Betriebe aber von den neuen national= ſozialiſtiſchen Betriebsführern ruiniert werden? Gegen dieſe dumpfe Maſſe von Unzufriedenheit, Unluſt, gegen dieſe Menge von Ungunſt und Unordnung iſt nicht anzukommen. Die Amtsmwalter der NSOAP bewegen ſich darin wie in einem zähen Schlamm: ſie ſinken immer tiefer hinein, und niemand iſt da, der ihneú heraushilft, Einige von ihnen fangen an, zu merken, daß der ſozia= liſtiſche Gegner zu fechten gelernt hat. Die Angſt vor den Verbrechen von 1933 weckt ihr Gewiſſen, ſie beginnen, ſich nach einem Ausweg umzuſehen. Pie Mitgliedermaſſen der ehenialigen freien Gewerkſchaften tun das, was ſie immer getan haben, ſie lernen aus der Erfahrung. Sie vergleichen die Löhne von 1929 mit denen von 1937 und dem Verſprechen Or. Leys vom 1. Mal 1935, den»Gerechten Lohn« zu ſchaffen. Sie erfahren an der Hetze des Arbeits=- tempos und an der Überſtundenſchinderei die Unmöglichkeit des Mangels einer jeden tariflichen Vereinbarung, ſie erkennen, troß»Schönheit der Arbeit «, den Unterſchied zwiſchen Kaſino und Kantine, ſie ſehen in ihrer Familie, daß die überhöhten Preiſe jede berufliche Mehrleiſtung illuſoriſch machen. Eine wachſende Zahl von einzelnen aus der Maſſe empfindet die Bindung an den
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