Gétricb und die Unterdrückung der Meinungsfreiheit als eine Verletzung der Ménfchenwürde und intereſſiert ſich für eine neue politiſche Aktivität.-
Pic Elite der ſozialiſtiſchen Arbeiter hat die Betäubung von 1933-1935 völlig übcrwunden. Sie hat die marxiſtiſche Ideologie als ſolche erkannt, weiß, daß die Maſſe an ſich keineswegs revolutionär iſt, denkt realiſtiſch und kritiſch, verwirklicht eine menſchlich reine Solidarität.
Faßt man dieſe Erſcheinung zu einem Geſamtbild der Ideologie zuſammen, ſo läßt ſich ſagen: Die Loſungen dés Parteiprogramms der NSDAP haben ihren beherrſchenden Einfluß bei allen Teilen der Maſſe verloren. Zeitungen und Zeitſchriften der NSDAP werden mehr und mehr bedeutungslos. Es beginnt cin geiſtiger Neuaufbau. Er läßt das Vergangene vergangen ſein. Niemand will von den alten Parteien etwas miſſen. Die Menſchen ſuchen etwas Neues. Da ſich ihnen intellektuell vorderhand nichts bietet- da und dort finden lediglich einige anarcho=ſyndikaliſtiſche Theorien Anklang-, verwirklicht ſich ihr Streben nach ciner Überwindung der jetzigen Zuſtände in einer einfachen menſchlichen Moral. Die Macht der nationalſozialiſtiſchen Idee über die Ge= müter iſt gebrochen, nur ihr äußerer Zwang iſt geblieben. Natürlich iſt dieſer Prozeß, für den uns eine ganze Anzahl von Unterſuchungen aus dem rheiniſch= weſtfäliſchen Induſtriegebiet, Berlin , Hamburg , Sachſen , Mitteldeutſchland und Süddeutſchland zur Verfügung geſtanden haben, je nach dem Alter, der Struk= tur, der Geſchichte und Pſychologie der Induſtricarbeitermaſſe fehr verſchie= den, Es gibt Spielwarendörfer des Erzgebirges, in denen die Menſchen noch heute darauf hoffen, daß ihnen der Reichsſtatthalter Mutſchmann »a Häusl und a Kuh« ſchaffen werde, wie ſie vor 100 Jahren hofften, das große Los zu gewinnen, das ſie zwar nicht gekauft, von dem ſie aber geträumt hatten, Rothſchild habe es ihnen geſchenkt. Im Gegenſatz dazu exiſtieren Großbetriebe mit ciner deutlichen neuen politiſchen Aktivität.-
Richten wir jeßt unſere Aufmerkſamkeit auf die bürgerliche Seite der In= duſtrie, ſo ſehen wir auch da neue Tendenzen. Die marxiſtiſche Ideologie hat dieſe Menſchen zur Bourgeoſie, zur»reaktionären Maſſe« erklärt. Die geſell= ſchaftliche Wirklichkeit iſt immer anders geweſen und hat ſich noch ganz anders entwickelt. Die deutſche Induſtrie iſt ſeit 30 Jahren viel mehr von ihren Angeſtellten und Syndici als von ihren Eigentümern verwaltet worden. Dieſe, die bezahlten Diener der eigentlichen Bourgeoiſie, waren die größten Scharf= macher, die Männer, die den Schneid des Reſerveoffiziers in die Betriebs= verfaſſung hineintragen wollten. lhre Zahl iſt durch die ſtaatliche Organiſation der Wirtſchaft um viel tauſend Akademiker und andere Intellektuelle vermehrt worden. Das ſind die ausgeſprochenen Nationalſozialiſten, vielfach»alte Kämpfer«, die es im bürgerlichen Leben bisher zu nichts gebracht hatten. In den Zeitungen und Zeitſchriften der Wirtſchaftsgruppen traten und treten ſie die Ideologie von der politiſch geſteuerten Wirtſchaft, vom gebundenen Unter= nelimer, vom deutſchen Sozialismus, von der ſozialen Ehre, vom ſtändigen Aufbau uſmw., breit, propagieren die unſinnigſten Behauptungen, im September 1937 z. B6., daß wirtſchaftliche Kriſen immer nur auf eine Parole der Frei= maurer hin ausbrechen, und ſchwelgen in Lobeshymnen auf den Vierjahres=-
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plan. Die alter Ehrengerichten die Inſtitution elbiſchen Guts] bleiben aber 9g in der ganzen| Was alle drei die politiſche F Wiſſen, viel fi ſichtsloſigkeit gegenüber der Arbeiterſchaft| eingeleitet, Er wie ein mode tinen Weg zu dafür, daß vo [charfmacheriſd wiſtiſchen Teni die Herſtellunc funktionären y ſtellung von A urteilt, aus de Hitlergrußes,| Mittel, die ih Angeſtellten d ſelben Ernüch durch, Sie ſe peangöbewvin rA den m Anſehen E tine Auf a: lei Än E binüberwechſe Was die beſtimmt die Ideologie am Umgekehrt,$ thzing habe)


