wurde, verſuchten die alten Strategen ſich zu retten, indem ſie die Sozial= demokratie veranlaßten, bei allen entſcheidenden Ereigniſſen für die Republik - Kapp-Putſch , Rathenau-Mord, Maifeier-, zugunſten der Gewerkſchaften ab= zudanken. Durch ihre Aktion konnte die Vorſtellungwelt von der einheit= lichen ſozialiſtiſchen Maſſe noch am beſten aufrechterhalten werden. Soziologen wie Geiger, Lederer, Mannheimer, die in den leßten Jahren vor der Diktatur auf die Problematik der Maſſe hinwieſen, wurden entweder nicht oder nicht ge= nügend beachtet, oder gar, wie Mannheim , der es gewagt hatte, auszuſprechen, daß der deutſche Vulgärmarxismus Kautsky=-Mehringſcher Obſervanz eine Ideologie ſei, niedergeſchrieen. Als es dem Hitlerismus gelang, zu beweiſen, daß auch er Maſſen beſaß, und ſchon dem Augenſchein nach nicht zu beſtreiten war, daß die Maſſen im Gefolge Hitlers weitgehend Proletarier waren, ſtanden die alten Parteien des Proletariats der neuen Lage faſſungslos gegenüber und verloren in kürzeſter Friſt ihre für uneinnehmbar gehaltenen Poſitionen.
Es hat jedoch zwiſchen 1919 und 1932 in OPeutſchland mehr als eine Wahl gegeben, die klar bewies, daß die von der modernen Induſtrie geſchaffenen Maſſen keineswegs bei den marxiſtiſchen Parteien ſtanden. Von den rd. 40 Mill. Wählern waren rd. 30 Mill. Proletarier, während die Stimmenzahl der marxiſtiſchen Parteien ſtets nur rd. 14 Mill. erreichte. Analyſiert man die. erſte Auseinanderſeßung mit der NSDAP , die bei den beiden Reichstagswahlen im Mai und Dezember 1932 eifolgte, genau, ſo ergibt ſich, daß für die SPD als Partei des traditionellen Marxismus kaum mehr als die Mitglieder und Fa= milienangehörigen der Freien Gewerkſchaften geſtimmt haben. Trotzdem hat ſich die Ideologie dieſer Partei von der einſeitigen Verurſachung der Politik durch die ökonomiſchen Verhältniſſe und der Notwendigkeit, mit der angeb= lich der Sozialismus kommen müſſe, die marxiſtiſchen Parteien aber gemäß der von Marx entdeckten hiſtoriſchen Geſetze die Träger dieſer Entwicklung ſeien, noch faſt ein Jahrzehnt gehalten. Als der Hitlerismus 1933 die Klammer der marxiſtiſchen Parteien und freien Gewerkſchaften, mit denen die Induſtrie= arbeitermaſſe zuſammengehalten war, zerſchlug, vernichtete er auch dieſe Ide0= logie. Ein großer Teil der höheren Funktionäre, für den ſie immer Ideologie im Sinne unſerer Definition, ihrer Agitation, Theologie ohne Glaube und Moral geweſen war, legte ſie ab, reſignierte oder wandte ſich, an Kleinarbeit gewöhnt, anderen Tätigkeiten zu. Ein großer Teil der Jugend, fanatiſch an die Ideologie glaubend, und alles, was geſchaffen war, nur für einen Irrtum der Geſchichte haltend, rannte verzweifelt gegen den Staatsapparat der Diktatur an und ging dabei verloren. Die Grabeninfanterie der alten marxiſtiſchen Be= wegung, die Funktionäre in den Betrieben, dieſe große Zahl intelligenter, in ihrer Berufsarbeit hochqualifizierter Männer, nachdenkend, kritiſch, treu, zäh, kämpfte mit dem Rücken an der Wand in einem Trommelfeuer von Verleum= dung, das auf ſie niederging, in den erſten zwei Jahren der Diktatur um den eigenen Arbeitsplatz, um die Exiſtenz eines jeden einzelnen Kollegen, um den elementarſten Zuſammenhalt. Für die Maſſen ſprach die Erfahrung der Ar= beitsbeſchaffung, der Feiern, Feſte, Reiſen uſw. zu deutlich gegen die paar Glaubensartikel der marxiſtiſchen Ideologie, ſie deſertierten zum Hitlerismus. Die Flucht aus der Freidenkerberwegung mar ein einziger Verrat, es gibt kom=
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muniſtiſche Dörf kirchlichen Trau zu 35 Jahren get an wehrfähigen Höhepunkt diele und Handelswe klären, Auch un lutionarismus d kriegserlebniſſe Lande ohne inn philoſophiſch un Intellektuellen n tariſtiſche Weltk große Erlebnis| kämpfen, als da Kirche, Es behe waltigere Erleb)
Seit 1936 iſt tingetreten, Eg wir verfolgen NSDAP , fi eh lozialiſtiſchen KA des»revolutior Éntmutigung ha Auf allen Wwirf[c
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