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zuſtreben, macht ſchon das Gebirge von Makuiatur, das ſich vor dem Be= trachter auftürmt, unmöglich. Es kommt indeſſen auch gar nicht darauf an, wichtig war nur, zu zeigen, wo die Quellen der ldeologie liegen, jenes Herr= ſchaftsmittel aus dem Geſamtkomplex von für wahr und wert. gehaltenen Denkinhalten, das für die Diktatur ſo begriffsnotwendig iſt, wie für das Licht der Schatten.

III. Ideologie der Maſſe 1. Die Funktion der Maſſe in der Diktatur

Cäſarismus iſt die Regierungsfgrm der faſchiſtiſchen Diktatur. Sie braucht dazu den Beifall der Maſſe. Die Forderung des monarchiſchen Gottesgnaden= tums, daß keine Verfaſſung zwiſchen dem König und dem Volk ſtehen dürfe, verweltlichend, verlangt ſie, daß keinerlei Organiſation zwiſchen dem Führer und der Maſſe porhanden iſt. Indem ſie die geſamte Kultur der autonomen Vercine und Verbände mit Gewalt vernichtet, eine nivellierende Maſſe ſelbſt ſchaffé, legt ſie dieſem politiſchen und ſozialen Schutthaufen die Legende bei, daß von ihm der Führer ausgegangen ſei und immer erneut ſeine Legitimation zur Führung beziehe. Die perpetuierliche Vergewaltigung wird zur. perpetuier= lichen Quelle eines Scheinrechts der Legalität. Die Maſſe, der durch Hunderte von Geſetzen und die tägliche Praxis der Geſtapo verboten iſt, etwas anderes zu ſein als Maſſe, wird trot der innerlichen Auflehnung des einzelnen die politiſche Figur, ohne die die Diktatur nicht auftreten kann. Wie der Chor in der griechiſchen Tragödie, begleitet ſie mit den Nationalhymnen als dauern= dem Rezitativ ihren eigenen Untergang. Oie Herrſchaft der Ideologie iſt auf ihrem Höhepunkt angelangt. Bei jeder Maſſenveranſtaltung erinnern ſich Tau= ſende der gezwungenen Teilnehmer des Raubs, der Erniedrigung, der Schmach, des Leids, die die Oiktatur ihnen zugefügt hat, mit Widerwillen hören ſie die Reden ihrer Tyrannen, aber ſanktionieren durch ihre Anweſenheit, ihre Ehren= bezeugungen die Unterdrückung, unter der ſie ſeufzen. Alle Vorſtellungsreihen der Reden ſind für ſie unwahr, alle Werturteile für ſie falſch, alle Begeiſterung iſ: bei ihnen unecht, und alle zuſammen ſind beherrſchend durch die Maſſe, die ſie durch ihre einzelnen in Wahrheit vereint. Das iſt ein ſoziologiſches Phä= nomen, welches der ſorgfältigſten Betrachtung bedarf.

2, Die Maſſe in der Induſtrie

Bis wenige Jahre vor der Errichtung der hitleriſchen OPiktatuy herrſchte in Peutſchland die marxiſtiſche Ooktrin, daß die proletariſchen Maſſen durch Klaſſeninſtinkt, Klaſſenbewußtſein und Klaſſenmoral ſozialiſtiſch ſeien. Solange

_ der Vorkriegsſozialdemokratie niemand ihren Führungsanſpruch ernſtlich"

ſtreitig machte, ſchien das richtig. Die Lehre vom Maſſenſtreik, wie ſie die Rich= tung Roſa Luxemburgs vertrat;- imputierte den Maſſen ſogar ein viel revolu= tionäreres Bewußtſein, als es Partei und Parteibürokratie beſiten können. Die Maſſe galt als lette Inſtanz. Auf ihr Urteil beriefen ſich die einzelnen Schrift= ſteller, wenn ſie in der Partei unterlegen waren. Als dieſe Doktrin von der Priorität der revolutionären Maſſenaktion in der Nachkriegszeit erſchüttert

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