Gegenbewegung der von der ldeologie befreiten Menſchen zu beachten. Je mehr ſich die Gewalt der Diktatur vollendet, um ſo ſtärker werden bei dieſen Gruppen die Ideen, die an Stelle der überwundenen Ideologie treten.

II. Ideologie und Wiſſenſchaft

Methodiſche Vorbemerkung.- Es erhebt ſich die Frage, wie die Ideologie in der Diktatur, die dieſe ſoziologiſche Erſcheinung par excellence entwickelt, am beſten darzuſtelien iſt. Der naheliegenden Gliederung nach den einzelnen Wiſſenſchaftsgebieten ſteht der Umſtand entgegen, daß dadurch das ſpezifiſch Soziologiſche, die Wirkung der Ideologie auf die Geſellſchaft, verloren geht. Deshalb erſcheint eine Betrachtung nach ſoziologiſchen Kategorien richtiger. Wir wählen dazu die unorganiſierten geſellſchaftlichen Erſcheinungen der Wiſ=z ſenſchaft, Maſſe und Jugend. Eine Darſtellung der organiſierten Einheiten der Partei, Bürokratie, Wehrmacht und Religionsgemeinſchaften bleibt einem ſpä= teren Aufſatz vorbehalten. Wir bezeichnen die Wiſſenſchaft als eine unorgani= ſierte geſellſchaftliche Erſcheinung, weil trotß Univerſitätsbetrieb das geiſtige Leben keinen leitenden Anordnungen einer Organiſationsſtelle folgt, ſondern ſich aus dem Spanungsverhältnis von Individuum und dem Kollektiv Wiſſen= ſchaft ergibt. Unſere OParſtellung verwendet ſtets nur ausgewählte Beiſpiele, die wir nach ſorgfältiger Prüfung des Materials für typiſch halten, legt alſo keinen Wert darauf, materiell vollſtändig zu ſein. Die geiſtige Vollſtändigkeit ergibt ſich aus dem Typusbegriff, der den Beiſpielen unausgeführt zugrunde liegt.

Wiſſenſchaft, die, nach Erkenntnis ſtrebend, aus der abſoluten Redlichkeit des wiſſenſchaftlichen Arbeiters vor ſich ſelbſt dem Gebot der Wahrheit ge= horch, RKann keine Ideologie haben. Ihre Erkenntniſſe ſind mehr oder weniger wahr. Aber auch der Irrtum iſt noch ein Weg zur Wahrheit. Zur Wahl zwiſchen Irrtum und Wahrheit gehört jedoch Freiheit. Weil es dieſe in der Diktatur nicht gibt, Rann unter ihr keine reine Wiſſenſchaft entſtehen. Die großen Werke der Zeitgenoſſen einer Diktatur, man denke nur an Ovid , Dante , Machiavelli , Montesquieu , de Stael, Büchner, Heine, Victor Hugo , Marx, Lenin , ſind immer in der Emigration entſtanden. Wer unter der Diktatur nicht den Ausweg in die Reſignation, das Vorhandene zu bewahren, geht, hat als Wiſſenſchaftler nur cine Möglichkeit: der Ideologie zu dienen.

Nicht, daß das im Hitlerismus reichlich geſchieht, ſondern die bewußte Teilnahme an der Erzeugung der faſchiſtiſchen Ideologie macht die beſondere Schmach der heutigen deutſchen Wiſſenſchaftslage aus. Von der leichten In= terpolariſation bis zur ſchamloſen Fälſchung, von der Berufung auf letzte Dogmen bis zum politiſchen Offenbarungsglauben, von der Mythologie bis

zum Myſtizismus reichen dabei die Mittel, deren ſich die Ideologen auf den Kathedern bedienen.

1. Rechtsmwiſſenſchaft

An der Spiße ſtehen natürlich die Juriſten. Von Natur Protagoniſten der herrſchenden Klaſſe, ſind ſie im heutigen Deutſchland Wegbereiter und Exeku= toren der Diktatur. Nicht, daß ſie es ſind, ſondern wie ſie es ſind, zeigt ihren Verrat der Wiſſenſchaft zugunſten der Ideologie.

26

Da iſt der der Univerſiti er ein Plagía fand, die Dik im franzöſiſch de Bonald un den iſt, Als e teienſtaat« ur Popanz des» chen und ett Lalki einzuge! tariſtiſchey Pa »Integration« einer politiſc zu! Wiederhe und Staat uſr bemerkbar 9, Freunde gera

Der Gipfe tr in ſeiner Hamburg 19: dey Wiſſenſch mus der Fre În folgende »Eine Me; Envichtun: keit und| ſich fortzy keit iſt q) Gemalt anderen\

trnichtu à Schmitt je êt nämlich Höhepunkt|