Schlag, Dreier-Schlag oder Vierer-Schlag, der der vor- nehmste ist. Mit der Stopfhacke wird der Steinschotter unter die Eisenbahnschwelle gestopft und dort festge- schlagen. Es ist für einen Eisenbahnarbeiter keine häß- liche Arbeit, aber ein Zuchthäusler muß viel schneller arbeiten. Die Pausen sind kurz, und er schlägt zu von früh bis spät, den ganzen Tag. Nach einigen Wochen hat er am linken Arm ein dickes Handgelenk. Und ist es Winter, so steht er mit seinem dünnen Leinenanzug ohne Mantel im Wind der freien Eisenbahnstrecke, und der Posten.rät ihm, sich warm zu arbeiten. Und regnet es, so arbeitet er im Regen, und der Posten steht mit zwei Mänteln beklei- det unter einem Baum und rät ihm, so schnell zu arbei- ten, daß er keine Tropfen kriegt.
So arbeiten die Zuchthäusler mit scharfem Hunger, der innen nagt, in der Kälte, die außen nagt, unter den Be- merkungen eines Uniformierten mit scharf geladenem Ge- wehr, die wie Peitschenhiebe über euch fahren, so arbei- ten sie, zwei Kolonnen, ein Mann macht vorne auf mit der Gabel, einer macht hinten zu, einer mißt, und der Schachtmeister brüllt. Rundherum ist freies Land ohne Echo, Rübenfelder ohne Häuser, und es ist graues, nasses Novemberland, durch das ihr euch, den Schienen folgend, hindurcharbeitet, müde, müde, verzweifelt und trostlos und müde und hungrig und grau und dünn und müde, und ihr schwingt die schwere Hacke— eins, zwei, drei, vier — eins, zwei, drei, vier— und das Gewehr ist scharf geladen, und ihr seid müde, müde.
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