von einem Nebentisch ein hagerer, verwitterter Trinker herüberkommt. Es ist Ringelnatz . Er ist betrunken, wir sind auch betrunken. Er sagt, die jungen Dichter verstün- den ihr Handwerk nicht, sie hätten keinen Humor. Ich be- beschimpfe ihn. Wir raufen uns plötzlich, bis uns der Ober trennt. Danach setzen wir uns zusammen und ver- suchen die Frage des Humors durch ungeheure Gründ- lichkeit zu klären, wir reden bis zur Polizeistunde, es war erregend, denn Ringelnatz war ein herrlich Betrun- kener. Er war damals dünn, morsch und aggressiv und sprühte von Witz, ein wundervoller Dichter.
Dieser furchtbare Zuchthausmorgen. Es dämmert grau durch die vergitterten Fenster. Ringsum schnarchen die anderen. Du liegst auf deinem Strohsack unter zwei ur- alten, abgeschabten Wolldecken, zwischen die du deinen Anzug gelegt hast. Er soll dich wärmen, und er soll trock- nen. Du frierst trotzdem sehr. Die Wanzen geben all- mählich Ruhe. Dann rasseln die Schlüssel, die Türe fliegt auf und einer brüllt:„Aufstehn!‘“ Sofort beginnt das Durcheinanderwimmeln müder, schmutziger, verwahrlo- ster Männer, die sich an ihren Tischen in Blechbecken oberflächlich waschen, kämmen und anziehen.
Dann folgen die Kommandos, alle scharf und martia- lisch gebrüllt:„‚Kübelträger raus!“
„Wasser holen!“
„Austreten!“
„Kaffeeholer raus!“
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Und aus den schende der im brüllt:
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