lange an, nickt mit dem Kopf, bitter und wie eine Verwandte. Dann wendet sie sich wie ertappt rasch ab, und der Schupo stößt mich in den Waggon für Gefangene. Der Boden der Zelle ist nicht größer als ein geräumiger Tisch, wir hocken zu drei Mann darin. Ich versuche vergeblich hinauszublicken, aber ich höre wenigstens die kostbaren Töne, das herrliche Geräusch einer Bahnhofshalle. Ich stehe hinter dem vergitterten, verdrahteten, dikken Milchglasfenster und lausche. Nie hat ein Konzert mir süßer geklungen als jene morgendliche Bahnhofssinfonie von Kinderstimmen, den Rufen eiliger Frauen und dem Lärm ferner Lokomotiven. Ich war verschmachtet, und ich trank.
Er lud mich zu einem Abend ein, ich ging hin. Es waren noch einige Schauspielerinnen da. Es wurde viel getrunken und getanzt. Zwei der Frauen betranken sich. Einige gingen um Mitternacht. Im halben Licht der verhängten Lampen bei leisen Tangoklängen fanden sich in den Winkeln der Wohnung die Paare. Eine der Frauen war hoffnungslos betrunken, Pipps führte sie hinaus. Als ich später ins Badezimmer wollte, sah ich beim Öffnen der Tür die Betrunkene nackt unter der Brause stehen. Pipps und ein anderer Mann hielten sie. Im grellen Licht des Badezimmers stand sie schwankend mit geschlossenen Augen, ihr Haar hing über das Gesicht und troff. ,, Komm herein", schrie er und lachte vergnügt. Ich machte die Tür wieder zu.
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