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Seine Hände waren noch hart, die Fingernägel stets ab- gekaut. Er sah gut aus, nicht groß, gepflegt und konnte mit jedem Menschen auf dessen Art sprechen. Man sagte von ihm, er sei ein Schieber, ein Pirat, einGangster. Alsich ihn zuletzt traf, wollte ich gerade eine Luftreise antreten, vor der er mich warnte: ‚Du bist wie eine Maus im Käfig ge- fangen, wenn etwas passiert. Ich hab stets ein unsicheres Gefühl dabei.

Einige Zeit später schlug ich beim Friseur die Zeitung auf und las seine Todesanzeige. Er war mit einer Ver- kehrsmaschine in Westfalen abgestürzt: zwanzig Tote.

Der schneeweiße Biesenwagen fuhr noch eine Zeitlang über den Kurfürstendamm . Es saß ein lebenshungriges, verdorbenes Gesicht darin.

Du wirst in der Nacht im Schein der Taschenlampen auf irgendeinen verruchten Flur in Moabit herausge- schleppt, einige andere dazu, sechs Männer in ihren Zi- vilanzügen, in eine grüne Minna gesperrt, und am Anhalter Bahnhof früh, angekettet an einen Polizisten die große Treppe hinauf zu einem Zug geführt. Du glaubst zu träu- men. Hier gibt es freie Menschen in Sommerkleidern, Kin- der, Frauen. Du siehst zum erstenmal seit einem Jahr Menschen, und einige bleiben stehen und starren dich an.

Ein Kind stößt seine Mutter an, ein kleines Mädchen: Mutti, sieh mal den Mann da! Sein scharfes Auge hat die Kette am Handgelenk erspäht. Die Mutter sieht mich

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