fert, von wo aus er nach Plötzensee abtransportiert wurde. „Bring seine Sachen runter!“ rief der Flurwärter und rannte zum Unteroffizier.
Ich betrat die offenstehende Zelle und packte seine armseligen Sachen zusammen, die Seifenschale, Eßge- schirr usw. Als mir unten ein Unteroffizier die Zelle aufschloß, und ich die Sachen auf das Bett des Soldaten legte, saß er weiß im Gesicht und fassungslos auf seinem Schemel. ‚Wie ist denn das möglich?‘ flüsterte er im- mer wieder. Ich sagte ihm irgend etwas Tröstliches, aber der Unteroffizier brüllte mich an:„Maul halten! Raus!“ Vierundzwanzig Stunden später war er tot.
Es war ein deutscher Soldat, frisch und liebenswert, und alle anderen waren auch Deutsche , auch die Försters- frau. Ob sie dieses liest?
Er sagte zu mir:„Wat wolln Se denn bloß immer? Sie wern noch Ärjer kriejn, wenn Se so reden!“ Er war der Kohlenträger, der mir die Kasten voller Briketts im Win- ter herauftrug, ein prächtiger, blonder, weißzähniger Ath- let voller Humor.
Er sagte zu mir: ‚„Sehn Se, jetzt sind se doch alle zur Olympiade gekommen, die Amerikaner, die Engländer und alle. Alle machen Männchen vor Adolfen; die rennen ihm doch nach. Nee, nee, Adolf is richtig. Die janze Welt frißt ihm aus der Hand.“
Er sprach zu mir, gütig, verzeihend. Er wußte es ganz genau, sie alle wußten es ganz genau. Das Ausland hatte
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