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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
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XXXI

Baumanns Füße flogen über die Treppenstufen des Gestapo­Hauptquartiers. Kurz vor dem SS- Posten am Toreingang stoppte er jäh, ging dann langsam an der schwarzen Uniform im Stahl­helm vorbei, die Prinz- Albrecht- Straße hinunter.

Waren da nicht schon Schritte dicht hinter ihm?... Gleich wird sich eine Hand auf meine Schulter legen: ,, Kommen Sie sofort mit mir zurück!" Nur nicht umdrehen, weitergehen... Es ist ja nichts! Ruhe, Ruhe, nicht auffallen, nicht schneller gehen. Dort ist die Hauptstraße... Endlich! Jetzt bin ich außer Sicht!

Baumann bog hastig in die Hauptstraße ein. Ein Strom von Privatautos, Autobussen, rasselnden, klingelnden Straßenbahnen füllte die Fahrdämme, auf den Bürgersteigen hasteten die Passanten dicht gedrängt vorüber; Leuchtreklamen und Kino­anzeigen warfen einen grellen farbigen Schein auf das Gewühl, saugten das Licht der über der Straßenmitte hängenden Tief­strahlerlampen auf, löschten den besternten Nachthimmel für das menschliche Auge aus.

Baumann sah weder nach rechts noch nach links. Er ging im dichtesten Gewühl, nur von einem Gedanken erfüllt: Unter­tauchen! Von niemandem gesehen, von niemandem erkannt werden! Der stechende Blick Inspektor Diebolds war plötzlich wieder vor ihm: ,, Kommen Sie morgen früh wieder! Pünktlich um neun Uhr!" Baumann riß sich den Hut vom Kopf, drehte ihn zwischen den Fingern, lief wie gejagt. Diebolds Worte ver­

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