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Wegner. starrte den Kassierer verständnislos an. Der Kassierer mußte seine Worte wiederholen, genau abgewogene, glatte Worte. Dann begriff Wegner. Wie hatte Direktor Kraut im Werk zu ihm gesagt?„Sie werden auf Anweisung der Geheimen Staats- polizei entlassen!“ Auch dieses hier mußte von der Geheimen Staatspolizei veranlaßt worden sein. Wegners Verzweiflung schlug zum erstenmal in offene Empörung und Erbitterung um.
„Über mein eigenes, erspartes Geld darf ich nicht mehr ver- fügen?!“ brach es aus ihm heraus.„Mein eigenes, sauer verdientes Geld wird mir vorenthalten? Das ist der Gipfel der Gemeinheit! — Ist man denn jetzt völlig rechtlos?! Ein anständiger Mensch kann doch nicht ohne jede Schuld niedergetrampelt und in den Abgrund gestoßen werden! Sind wir denn schon so weit ge- kommen?!“
Die Wartenden im Kassenraum sahen neugierig zu Wegner hinüber. Statt einer Antwort fragte der Kassierer:„Sind Sie Jude?!“
Allen Juden wurden ihre Sparkassen- und Bankkonten ge- sperrt, um zu verhindern, daß sie„Vermögenswerte ins Ausland verschieben“ konnten. Sie durften von ihren Guthaben in jedem Monat nur eine festgesetzte Summe Geld abheben. Doch auch „Arier“, die als Staatsfeinde galten, traf diese Kontensperre oder auch die vollständige Beschlagnahme ihres Vermögens. Die offizielle Begründung für diese Maßnahme war dann einfach: „Kontensperre, da Verdacht einer Flucht ins Ausland besteht“, oder es hieß sogar:„Das gesamte Vermögen verfällt dem Staat.“
Die Frage des Kassierers verwirrte Wegner.„Ob ich Jude bin?.... Nein, ich bin nicht Jude. Was hat denn das mit meinem
Sparkassenbuch zu tun?!“ redete er erneut, mit sich überstürzen-
den Worten, auf den Kassierer ein.


