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Wegner fragte sich nach dem Zimmer 18 durch. Dort forderte ihn ein älterer Beamter auf, zu warten. Wegner sah, wie der Beamte in seinen Papieren blätterte und telefonierte; dann kam er wieder zu der hölzernen Schranke, die das Zimmer in der Mitte teilte, reichte Wegner die Papiere zurück. ,, Sie haben kein Anrecht auf Arbeitslosenunterstützung. Ihre Entlassung ist selbstverschuldet!" sagte er sachlich und kühl.
Wegner sah den Beamten ratlos an, stammelte unzusammenhängende Worte, suchte zu erklären.
,, Für uns ist der Beschluß, der für Fälle wie den Ihren vorliegt, bindend. Wir haben hier nur unsere Pflicht zu tun!" unterbrach ihn der Beamte. Er ließ Wegner stehen und ging zu seinem Schreibtisch zurück.
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Den ganzen Tag saß Wegner in der Küche, brütete vor sich hin, stand nur auf, wenn seine Frau aus dem Schlafzimmer nach ihm rief. Dann bemühte er sich angestrengt, ruhig zu erscheinen, er lächelte sogar ein verzerrtes, maskenhaftes Lächeln. Saẞ wieder in der Küche. Sein wirrer, dumpfer Kopf konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ihm war zumute, als sei er ein Automat, der mechanisch Arme und Füße bewegte, selbsttätig atmete. Man mußte weiterleben. Dort nebenan im Zimmer lag seine Frau, die ihn brauchte...
In der Nacht wälzte sich Wegner schlaflos im Bett, lauschte auf die unregelmäßigen Atemzüge seiner Frau, auf ihre abgerissenen, im Schlaf gemurmelten Worte, zählte am Schlag der nahen Kirchturmuhr die halben, die ganzen Stunden. Ihm fiel ein, daß er im Werk seine Pensionierung beantragen, sein Recht auf eine Pension aus der Werkmeisterkasse geltend machen könne. Dafür hatte er dort dreiundzwanzig Jahre lang Geld eingezahlt...! Dann mußte er aber wieder in das Direktions
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