Druckschrift 
Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
169
Einzelbild herunterladen

tirn!

igene

dem

g...

sich

ch, er

Dort

stuhl

n ihm

einem

Ent­

Men­

ändig

dieses

Lentür.

t; sich

le zu­Feier­

in die

och er rchtete

ufe zu

en und hlafen.

h, ver­

schlug es ihr die Stimme. Sie sah stumm in sein erschöpftes, ver­quältes Gesicht, auf die zerdrückten Kleider, auf seine durch­näßten Schuhe.

Schweigend kochte sie Kaffee, wärmte einen Essenrest auf, schnitt Brote, stellte alles auf dem Tisch zurecht.

Wegner saß zusammengeduckt am Küchentisch, den Blick auf die Tischdecke. Er rührte das Essen nicht an.

Der nächste Morgen kam- und Wegner ging nicht zur Fabrik. Jetzt mußte er es sagen, es gab keinen Ausweg.

,, Es ist zwecklos", sagte er müde, als seine Frau ihn fragend ansah.

Seine Frau verstand. Sie hatte es geahnt; tief hatte die Furcht davor in ihr gesessen, doch noch immer war ein Funke von Hoff­nung in ihr gewesen, daß seine Kündigung rückgängig gemacht werden könnte. Jetzt war auch das vorbei. Er blieb zu Hause. Er war entlassen.

Was Wegner gefürchtet hatte, geschah. Seine Frau brach zu­sammen. Sie weinte nicht, ihre Tränen schienen versiegt; sie lag fiebernd im Bett, wollte nichts zu sich nehmen, wurde völlig apathisch. Mit rührender Sorge bemühte sich Wegner um seine Frau. Er kochte Tee, um das Fieber herunterzubringen, machte ihr Umschläge, bereitete leichte Speisen, zwang seine Frau, zu essen, um sie vor Entkräftung zu bewahren, hielt das Haus sauber, erledigte Einkäufe in jagender Hast, um seine Frau nicht zu lange allein zu lassen. Er war glücklich, als sie sich langsam erholte und wieder zu Kräften kam. Er duldete nicht, daß sie aufstand, soviel sie auch darum bat, weil sie doch ,, alles ver­sorgen, nach dem Rechten sehen müsse".

Diese Tage voller Sorge und Hast ließen ihn manchmal ver­gessen, was geschehen war. Nur ein Gedanke verließ ihn nicht:

169