Druckschrift 
Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
157
Einzelbild herunterladen

ein

mpf

Sie

ett­

ten

om­

Ich

ann

ier,

ihn

das

Sie

e in

Ich

eber

alles

im

Sind

efen

er!"

XXIII

Schupowachtmeister Puschke sah nochmals auf das Türschild: Richard Schuster- Postsekretär. Stimmt, ist richtig.

Er klingelte.

Puschke hatte seinen Freund und Kameraden Baumann noch nie aufgesucht, weil er es selbst nicht gern sah, daß man ihn in seinem möblierten Zimmer besuchte. Er wußte, daß er mit seinem Zimmer keinen Staat machen konnte, und wollte auch nicht, daß jemand in seinem Privatleben herumschnüffelte. Puschke war ein Eigenbrötler wie die meisten Junggesellen.

Heute hatte Puschke seinen Grundsatz durchbrochen. Die Sorge um seinen Freund trieb ihn her. In den letzten Wochen sah er mit jedem Tag, daß es mit Baumann immer stärker abwärts­ging; trotz aller Warnungen, aller guten Ratschläge.

Am Nachmittag hatte er auf dem Polizeirevier mit Baumann verabredet, nach Dienstschluß zusammen fortzugehen und den Abend irgendwo zu verbringen. Puschke wollte seinem Freund mal gründlich den Kopf waschen. Während der Dienstzeit war ihm das unmöglich, denn Baumann wich dann allen ernsthaften Gesprächen aus. Baumann hatte Puschkes Vorschlag brummend angenommen, war aber bei Dienstschluß plötzlich verschwunden. Puschke hatte sich beeilt, nach Hause zu kommen, sich schnell umgekleidet, und jetzt stand er in Zivil vor Baumanns Woh­nungstür; zwar verärgert, aber nicht weniger besorgt.

157