Druckschrift 
Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
155
Einzelbild herunterladen

Kel­

trü­

Eva

nzen

nden

Mann

Der

om­

Lenen

om­

war­

nach

letz­

ören, ist es

da,

e sie.

iden

n wir

Einer der SS - Leute blieb bei Eva stehen, die anderen gingen mit Kommissar Strehlke in die Zelle nebenan. In die Zelle des Rechtsanwalts Reichel..

Im ganzen Keller, in allen Zellen war es totenstill, als seien alle Zellen leer; in allen Zellen hörten sie wieder die gebrüllten Fragen des Kommissars und dann die flehende Stimme des Rechtsanwalts: ,, Ich weiß doch nichts... Ich bin unschuldig!" Und nun, gellend: ,, Nein... Nein... Nein... Bitte nicht, bitte, bitte... Hilfe!... Hilfe!... Oh.. Oh... Aaaah!... Aaaah!" Eva stand mit weit offenen, starren Augen. Reichels offene Zellentür war eine rötlichgraue Fläche, in der sich verschwom­mene, dunkle Gestalten bewegten; in tollem Wirbel hoben und senkten sich die Arme der prügelnden SS - Leute. Eva suchte mit ihren hocherhobenen Armen nach einem Halt, versuchte, ihre Fingernägel in die Mauer zu krallen, doch ihre Knie wurden weich, gaben nach, ihre Arme sanken herunter.

,, Arme hoch!- Arme hoch!"

Der SS- Mann neben Eva schlug ihre Arme mit seinem Gummi­knüppel zurück.

Eva sank zusammen.

دو

Wirst du aufstehen!... Aufstehen!"

Der SS- Mann griff unter ihre Arme, zog Eva hoch, drückte sie gegen die Kellerwand- ließ sie dann aber fallen.

Kommissar Strehlke kam aus Reichels Zelle, sein blaurotes Ge­sicht war verzerrt, er keuchte vor Anstrengung. ,, Die will wohl die Ohnmächtige spielen, was?" schrie er. Er drehte sich um. Jetzt zu dem andern Burschen!"

Eva lag auf dem Gang, das Gesicht auf dem Steinboden. ,, Rühren Sie mich nicht an!" Das war Dr. Kramers Stimme... Und jetzt... jetzt brach das Toben in seiner Zelle los...

155