Druckschrift 
Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen

nach den Bürostunden in diesen Räumen geschah. Extra einen Modezeitschriftenverlag gründen, drei Angestellte beschäftigen, nur um einen ganz sicheren Raum für Besprechungen zu haben! Die Illegalen haben zugelernt, verdammt noch mal... Doch, Eders Vorschlag ist gut. Wir werden den Bäckermeister einige Tage im Keller sitzen lassen, ihn dann freilassen und scharf beobachten. Den kann sich der Strehlke natürlich nicht vor­nehmen, sonst sieht er nicht allzugut aus, wenn wir ihn laufen lassen. Aber mit anhören kann dieser Möller sich das ruhig ein paar Tage im Keller, wird ihn auch mürber machen. Wenn der wirklich seine Finger in der Sache drin hatte, wird er draußen versuchen, Verbindungsleute zu treffen, um zu berichten. Dann packen wir zu... Der Schwächste ist der Rechtsanwalt, kein Zweifel. Den kriegt der Strehlke zuerst klein, der packt bald aus, damit kann man rechnen. Streitet auch alles ab, beteuert, daß er unschuldig ist. Jeder von denen bildet sich ein, daß er damit durchkommt, versucht, sich auf diese Art zu retten. Zu Tode erschrocken war der Mann, als ich ihm plötzlich als Bluff sagte, die Wegner hätte bereits gestanden, hätte gerade ihn am stärksten belastet. Hatte sich kaum noch in der Gewalt, der Bursche, fing an zu stottern...

Ein Klopfen an der Zimmertür unterbrach Inspektor Diebolds Gedanken.

,, Herein!" rief er. Und gleich darauf: ,, Na, endlich! Ich warte schon eine Ewigkeit auf Sie!"

Der Vernehmungskommissar Strehlke schloß die Tür, blieb dicht bei ihr stehen, schwer und unbeweglich wie ein Klotz. Es sei nicht seine Schuld, erklärte er. Sein Dienst beginne heute etwas später als sonst.

,, Schon gut, kommen wir zur Sache!"

132

au

A

W

na

ge

e

m

W

SC

d

S

e

S

S