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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
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Diebolds Gedanken gingen zu den letzten Verhören zurück. Bis jetzt sah alles noch wenig nach einem schnellen Aufrollen dieser illegalen Organisation aus. Bis jetzt war alles noch Leer­lauf, obwohl nun auch die drei Männer stundenlang ,, unter Feuer" genommen worden waren. Kein greifbares Resultat, nichts, wo man einhaken, zufassen könnte. Bis jetzt! Nach Strehlkes Nachtarbeit würde es bestimmt anders aussehen! Eins war klar: Alle machen vereinbarte Aussagen; der Arzt und der Rechtsanwalt wollen die Wegner auch nur privat kennen, sonst nichts über sie gewußt haben, von allem nichts wissen. Allzu simpel ausgedacht, wahrhaftiger Gott. Diese miesen Intellek­tuellen! Wenn man sie in der Zange hat, bleibt von ihrem viel gepriesenen Geist verdammt wenig übrig! Kennen wollen sich die beiden auch nicht, wollen sich hier zum erstenmal im Leben gesehen haben. Daß ich nicht lache! Trotzdem, nicht ohne Grund so simpel ausgedacht, um bei jedem einzelnen Wider­sprüche zu vermeiden. Keiner wollte natürlich wissen, warum ausgerechnet er verhaftet worden sei. Das war ihm dann doch zu bunt geworden! Er hatte ihnen auf den Kopf zugesagt, daß sie die mit ,, A 7" und ,, R 3" bezeichneten Kuriere, die Verbindungs­männer zur illegalen Leitung seien! Wie sich dieser Kramer da aufgespielt hatte! ,, Ich weiß nicht, wer diese niederträchtige Ver­leumdung gegen mich vorgebracht hat und aus welchem Grund, aber er ist ein ganz infamer Lügner, ein erbärmlicher Denun­ziant! Ich weise alle Verdächtigungen entschieden zurück. Ich habe ein reines Gewissen! Ich bin Arzt, nichts weiter, ich habe mich nie mit politischen Dingen befaßt und mich noch viel weniger staatsfeindlich betätigt. Dabei bleibe ich, denn so ist es!"

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Dem hatte er geantwortet! Und nicht zu knapp! ,, Uns wurden

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