Nehmen Sie bitte die Kündigung zurück, Herr Direktor Nehmen Sie die Kündigung zurück, Herr Direktor...!" Es klang wie ein Aufschrei.
Der Mann hinter dem Schreibtisch schob nervös seine steifen Manschetten in die Rockärmel zurück, beugte seinen gedrungenen Körper vor: ,, Wissen Sie, was Sie von mir verlangen, Wegner? Ich kann Ihre Entlassung nicht rückgängig machen! Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt: Sie werden auf Anweisung der Geheimen Staatspolizei entlassen! Wegen Beteiligung an staatsfeindlichen Umtrieben!"
Wegner hob beschwörend die Hände. ,, Aber das stimmt doch alles nicht, Herr Direktor. Ich habe doch niemals, niemals..." Direktor Kraut drückte auf einen Klingelknopf. ,, Gehen Sie zum Personalbüro. Ihr letztes Gehalt, Ihre Papiere liegen bereit!" Doch Wegner gab nicht nach, redete weiter. Er fühlte sich wie ein Ertrinkender, der verzweifelt nach einem Halt sucht.
Direktor Kraut stand auf, drehte sich schroff um, ging zum Fenster und stieß es auf. Helle Sonne lag draußen auf den Rasenflächen vor den Bürogebäuden. Ein Mann schob eine Rasenschneidemaschine vor sich her, ihr lautes Schnarren übertönte Wegners Worte.
Ein Bürodiener betrat das Zimmer.
,, Bringen Sie Meister Wegner zum Personalbüro!" befahl Direktor Kraut.
Daß Meister Wegner von der Gestapo aus dem Betrieb geholt worden war, war wie ein Lauffeuer durch die Rudolf- SchwarzWerke gegangen. Gerüchte, daß Wegner verhaftet sei und daß noch weitere Verhaftungen im Werk folgen würden, gingen
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