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15 nes Kind. Als Arzt ist der natürlich Menschenkenner, kann sich T jeder Situation anpassen, gut verstellen.— Diese Intellektuellen! h Das sind die Schlimmsten, das sind die Drahtzieher, die Wurzel 5 des Übels. Die Intellektuellen, diese Neunmalklugen! Na warte,
Bursche, später! e- Diebold nahm eine Anzahl Flaschen aus dem Glasschrank und t-_ las zwei Etiketten: aqua fontana— oleum ricini.— Lateinische =- Namen!— Er schüttelte zwei Flaschen, eine mit rötlicher, die 1- andere mit blauer Flüssigkeit. Das blaue Zeug schäumte.— Was ie heißt lateinische Namen! Das kann die beste Tarnung sein, viel- t, leicht sind chemische Tinten für unsichtbare Schrift darunter!— g, Der Glasschrank wird ausgeräumt, die Flaschen kommen ins ch Laboratorium zur chemischen Untersuchung, beschloß er. ıls Er sah wieder mit schrägem Blick, ohne den Kopf zu wenden, er) zum Schreibtisch hinüber. Dr.KramersHaltung war unverändert. te Inspektor Diebold packte die Wut. Die Ruhe, die der Kerl = mimte— der fühlte sich ihm wohl noch obendrein überlegen! . Diebold machte zwei schnelle überraschende Schritte zum Schreib- = tisch hin, fuhr den Arzt an:„Besitzen Sie ein Auto?!“ 18 Dr. Kramer stand langsam auf. Er war ein wenig größer als
Diebold, schlank und sehnig; sein regelmäßiges kluges Gesicht u war blaß, angespannt, aber nicht erschreckt. in„Ja, ich habe ein Auto“, sagte er. =„So,— und die Nummer ist IA 78 312, wie?“ spielte Die- au bold seinen Trumpf aus.„Wir kennen Sie und Ihre Auto- e fahrten!“ h.„Die Nummer stimmt“, sagte Dr. Kramer ruhig. =„Wo steht der Wagen?“
Der Arzt nannte die Garage. Diebold schrieb die Angaben auf
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