je
eT
xl
Inspektor Diebold hatte gehofft, in der Bäckerei eine Spur, einen Anhaltspunkt für die unterirdische Tätigkeit der Wider- standsgruppe K zu finden. Trotzdem, das negative Ergebnis der
Haussuchung war nicht entscheidend. Es war nicht das erstemal,
‘in all den Jahren, daß erste Zugriffe erfolglos blieben. Es ging
nicht umsonst um den Spitzenapparat dieser Widerstandsgruppe. Solche Burschen arbeiteten mit fast unheimlicher Präzision, mit den raffiniertesten, ständig wechselnden Methoden.
Jetzt war das Wichtigste, keine Minute zu verlieren, sofort die beiden anderen Nester und die Wohnung dieser Wegner aus- zuheben; schlagartig, bevor diese Staatsfeinde dort gewarnt wurden.
Diebold selbst übernahm die Arztpraxis, übergab seinen Kol- legen Eder und Meyer die beiden anderen Stellen.
Inspektor Diebold schlug den Deckel des Emailleeimers zu und wandte sich angeekelt ab; Wattefetzen, verschmutzt und verfärbt, Streifen schmutzigen, verklebten Verbandstoffes— das war wirklich nur ein Abfalleimer.
Er ging in die Mitte des Sprechzimmers und sah sich prüfend um.— Der Schreibtisch ist erledigt, der Kasten mit der Patien- tenkartothek wird mitgenommen, aber dort...! Diebold ging zu dem großen Glasschrank am Fenster.
7!


