Als Baumann hinaus war, sagte ein anderer:„Dem ist wieder mal’ne Laus über die Leber gekrochen. Passiert ihm jetzt&in bißchen oft!“
„Der hat vielleicht Alimentensorgen, war doch immer ein kleiner Lustmolch“, witzelte ein Dritter.
Alle lachten.
Im Flur stieß Baumann auf Puschke.„Warte doch’ne Minute, Ernst. Ich komme mit!“ sagte Puschke.
„Meinetwegen“, brummte Baumann. Er ging langsam die Treppen hinunter. Kurz vor der Haustür holte ihn Puschke ein. „Gehst du nach Hause, Ernst?“
„Weiß ich noch nicht“, antwortete Baumann mürrisch und ging die Straße rechts hoch.
Puschke blieb neben ihm. Eine Zeitlang sagte keiner ein Wort.
„Ich weiß in der letzten Zeit überhaupt nicht, was ich aus dir machen soll, Ernst“, begann Puschke.„Was ist bloß mit dir los?“
„Nichts.— Was soll schon mit mir los sein?“
Baumann hielt den Blick geradeaus, obwohl er fühlte, daß Puschke ihn ansah. Puschke! Der meint es gut. Kann mir auch nicht helfen, jetzt nicht mehr, niemand mehr, dachte er.
„Etwa noch das Mädel? Dann such dir doch’ne andere, Ernst, laufen ja genug herum. Ein Kerl wie du!“
Baumann antwortete nicht.
Puschke ließ nicht nach:„Sei vernünftig, Ernst. So kann das doch mit dir nicht weitergehen.“
„So?! Was soll das heißen: So....?!“
„Das weißt du doch selbst genau, Ernst. Du siehst aus! Als ob du dem Totengräber von der Schippe gehopst bist! Besonders wenn du morgens zum Dienst kommst.‘ Puschke schwieg einige Atemzüge lang.„Und hast du vielleicht früher nach Alkohol
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