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In diesem Augenblick betrat Bäckermeister Möller mit Eva und dem Kommissar, der sie begleitet hatte, den Laden. Möller war ahnungslos. Er wußte nur, daß Polizeibeamte ihn zu sprechen wünschten. Er war von der Arbeit weggelaufen, seine Schuhe, die Hose, die unter der weißen Schürze hervorsah, seine Arme waren mit Mehl bestäubt.
Er machte einige Schritte in den Laden hinein, blieb dann mit großen Augen und krebsrotem Gesicht wie angewurzelt stehen. Auf dem Ladentisch lagen Kuchen und Gebäck unordentlich durcheinander. Das Schaufenster war ausgeräumt worden, sein Inhalt lag ebenfalls über den Tisch ausgebreitet. Inspektor Diebolds Befehl, alles genau zu durchsuchen, war gründlich befolgt worden, sehr gründlich, weil man dem vermuteten ,, Spitzenapparat" einer Widerstandsgruppe gegenüber nicht gründlich genug sein konnte.
Der Anblick, den der Laden bot, wirkte auf Möller wie ein unerwarteter Schlag. Und drüben auf dem Bürgersteig standen neugierige Menschen!
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,, Um Gottes willen, meine Herren! Was soll das?!" Möller gestikulierte mit den Händen: ,, Sie ruinieren mein Geschäft meinen Ruf. Die Leute draußen..."
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Inspektor Diebold ging auf ihn zu. ,, Was das soll?!" sagte er spöttisch. ,, Geheime Staatspolizei . Haussuchung!" Und setzte hinzu: ,, Inspektor Diebold!"
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Möllers Augen wurden unnatürlich weit. ,, Aber ich bitte Sie, Herr Inspektor! Ich bin ein harmloser Geschäftsmann! Ich verstehe Sie nicht. Eine Haussuchung...?" Möller redete mit großer Anstrengung, sah hilfesuchend von einem zum andern, auf Eva, die mit hängenden Schultern und verstörtem Gesicht neben ihm stand.
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