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hielt die Zigarette mit komisch gespreizten Fingern.„ Die große Dame spielen- ein Ladenmädel!" redete Baumann vor sich hin. Er saẞ bereits bei der dritten Flasche Wein. Die Kapelle spielt ja alles durcheinander, alles verkehrt.- Baumann hob sein Glas, Prost...!" hielt es dem Geiger entgegen:„ Prost, alter Junge! sagte er laut. Dann stierte er in sein Weinglas, redete vor sich hin: ,, Ich war zu anständig. Aufhängen sollte man sie. Alle Weiber! Ich habe- habe es ehrlich gemeint, wollte sie heiraten.- Aus! Vorbei! Ich gehe!"
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,, Zahlen!" rief er laut und klatschte mit der flachen Hand auf den Tisch.
Frau Schuster saß in ihrer Küche, als Baumann geräuschvoll die Wohnungstür aufschloß. Sie kam neugierig auf den Korridor. ,, Ach, Sie sind es, Herr Baumann?" sagte sie freundlich. ,, Schon zurück? Haben Sie sich gut unterhalten?"
Baumann sah Frau Schuster mit stumpfem Blick an, als kenne er sie nicht. Er schwankte.
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, Wollen Sie vielleicht noch etwas essen?" sagte Frau Schuster. ,, Ich hab gerade Bratkartoffeln mit Rührei gemacht. Ist doch Ihr Lieblingsgericht."
Baumann lachte schrill auf. ,, Keinen Appetit!" wehrte er laut ab. Er stolperte in sein Zimmer und schlug die Tür krachend hinter sich zu.
Frau Schuster sah ihm erschrocken nach, schüttelte den Kopf, zuckte dann ratlos mit den Schultern.
,, Zu anständig!" brüllte Baumann drinnen und warf sich auf
sein Bett.


