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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
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Die beiden vor ihm blieben an einer Autobushaltestelle stehen.

Soll ich hinter ihnen bleiben, nachher mit einsteigen? überlegte Baumann. Dann sieht sie mich vielleicht! Ich habe ja genug ge­sehen, weiß jetzt Bescheid. Nein! Ich will wissen, wie es weitergeht!

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Baumann wartete, bis der Autobus anfuhr, sprang auf und stieg hastig zum Oberdeck hinauf. Dort wählte er einen Platz an der Treppe. So kann ich sehen, wenn sie unten aussteigen!

Als die beiden ausstiegen, folgte ihnen Baumann unauffällig. Sie waren im Westen der Stadt. Auf den Bürgersteigen schoben sich die Passanten dicht aneinander vorbei, Lichtreklamen über­schütteten farbig- grell die Straße, Cafés und Barstuben wechsel­ten einander ab. Vor einigen Cafés saßen die Gäste auch im Freien. Durch die großen hochgezogenen Scheiben klang Musik bis auf die Straße.

Vor einem der Cafés blieb Eva mit ihrem Begleiter stehen. Baumann sah, wie sie durch die Tischreihen auf dem Bürgersteig gingen. Er wartete und beobachtete sie weiter. Draußen war kein Tisch frei. Ein Kellner kam auf sie zu und führte sie zu einem Tisch im Innern des Cafés.

Baumann überlegte. Soll ich...? Doch! Ich muß mir den Kerl mal von vorn ansehen. Ganz genau! Er bemühte sich, nicht auf­zufallen. Hinter einem Pfeiler blieb er stehen und suchte mit den Augen. Vorn rechts die Kapelle, Flügel, Saxophon, Schlagzeug, Geiger da drüben sitzen sie, in der Seitennische! Wenn ich hier den leeren Tisch bei der Kapelle nehme, können sie mich nicht sehen, und ich kann sie doch genau beobachten!

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Ein Kellner kam. ,, Ein helles Bier!" bestellte Baumann. Er sah an dem Pianisten vorbei nach drüben.- So einer gefällt ihr also besser als ich! Was der für schmale Schultern hat, überhaupt kein

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