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Sache Baumann und andere : Roman / Jan Petersen
Entstehung
Seite
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Gedanken verwarf er wieder. Auch in ihre Wohnung konnte er nicht gehen, nicht deswegen! Am nächsten Sonnabend hatte Eva wieder frei. Jeden Sonnabendabend, sagte Möller damals. Bau­mann machte sich für diesen Abend dienstfrei. Sonnabend bitte ich sie, mit mir auszugehen. Dann werde ich sie vorsichtig über ihre Bekannten ausfragen und dabei schon irgendwie erfahren, was mit diesem Dr. Kramer los ist, legte er sich seinen Plan zu­recht.

Er kam auf seinen Streifen täglich durch die Grünstraße. Doch er ging an der Konditorei vorbei, blieb stets auf dem gegenüber­liegenden Bürgersteig. Sonnabend, Sonnabend erst, hämmerte er sich jedesmal ein.

Dieser Tag wurde Baumanns fixe Idee, der Entscheidungstag. Endlos lang und grau wurde ihm die Woche. Dann war der Sonn­abend endlich da!

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,,...

geben Sie mir noch drei Nuẞtörtchen... So, ja." Die Kundin ging vor dem Ladentisch auf und ab, ihre Augen suchten weiter. So eine Quasseltante! Wenn sie bloß bald geht, dachte Baumann. Als er in die Konditorei kam, hatte er Eva kaum be­grüßen können, denn zwei Kundinnen betraten den Laden. ,, Be­dienen Sie die Damen nur zuerst, ich habe Zeit", hatte er schnell gesagt.

,, Bald hätte ich es vergessen, noch für eine Mark Kranz­kuchen", begann die Kundin wieder.

Ja, gern."

Baumann stand wie auf glühenden Kohlen. Die tratscht so lange, bis der Bäcker auch noch in den Laden kommt, fluchte er innerlich.

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