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oftmals nur zwei Betten. Kein Wunder, daß die meisten Kameraden selbst im kalten Winter lieber am Boden schliefen.

Da es an Kleidern und Wäsche fehlte, liefen die Neuankömmlinge halb nackt umher. Edelgesinnte Kameraden halfen aus, wo und wie sie nur konnten. Wir opferten gerne unsere persönliche Privatwäsche bis zum letzten Stück, klauten auch viel in den Magazinen. Einige SS -Männer und die meisten Capos drückten die Augen zu und taten sogar Handlangerdienste. Unmöglich konnten jedoch die nötigen Kleider für alle Nackten besorgt werden. Die meisten Kameraden er- hielten kaum noch jeden Monat ein sauberes Hemd. Die Lagerkost war seit Sommer 1944 stets knapper und immer schlechter geworden. Im Winter erhielten wir nur noch 180 Gramm sogenanntes Brot pro Tag. Margarine und Wurstportionen wurden immer kleiner, immer seltener. Seit 1943 waren die Wassersuppen kaum genießbar. Nur an Sonntagen gabs Nudeln, und jeden Monat einmal richtiges Gemüse. Sonst schwammen in dem heißen, fettlosen Wasser nur Rüben- und Rotkohl- blätter oder Stücke von Runkelrüben und dergleichen.

Da der Westen und der Osten in die Hände der Alliierten ge- fallen war, erhielten die Polen und auch wir seit dem Spätherbst 1944 keine Pakete mehr. Wir magerten zu Skeletten ab. An Weih- nachten 1944 wog ich noch knapp 53 Kilo. Hätten wir nicht von einigen Kameraden und dem französischen Roten Kreuz einige Lebensmittel erhalten, wären noch mehrere Lagerinsassen vor Hunger elend ge- storben. Geschwüre plagten uns. Heute erinnern mich noch 62 Narben an die quälenden Phlegmonen jener Zeit.

Der Mangel an sauberer Wäsche und an Badegelegenheit ver- schlimmerte die Läusegefahr. Seit Weihnachten 1944 riß daher der . Typhus viele Lücken in unsere Reihen. Heilmittel fehlten, und in den Spitälern war kaum noch Platz.

Wir verloren in kurzer Zeit auch etwa 60 Geistliche. Dank meiner Beziehungen zu den Büros kann ich die genaue Zahl der Toten fest- stellen. Es starben im Monat Januar 1945 genau 2888, im Februar 3972, im März 3668, im April 2625. Die Verbrennungsanstalt vermochte nicht mehr alle Leichen einzuäschern. In vier Massengräbern ließ der lothringische Capo des Bestattungskommandos, Schmitt Heinrich aus

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