n

n

n

1.

n

5-

3-

T-

1,

en

gs

Fir

en

en

en

ne

en

ge

ch

m

S-

d-

s-

ns

ein

re

se

e

n

e

b

ot

liegen noch schlafend im Stroh. Der eine wird herbeigezerrt. Unter­offizier Frick und Oberscharführer Gillberg schlagen mit einer Wagen­deichsel auf den Unglücklichen los. Der Russe bricht tot zusammen, ein Knall, der Gnadenschuß trifft nur eine Leiche. Wir sind entrüstet, eingeschüchtert, doch machtlos. Die Schurken finden auch den andern Russen. Der arme Tropf wird bereits in der Scheune zusammen­geknallt. Kameraden schaufeln ein Grab und betten die Leichen hinein. Heiße Tränen fließen, Tränen des Mitleids, Tränen der Wut. Immer weiter, immer weiter, als ob nichts geschehen wäre. Kein Wort fällt mehr. Halb ohnmächtig wanken wir dahin. Immer wieder sinken Kame­raden zu Boden und bekommen Hiebe. Wir suchen Schubkarren und laden auch sie auf. Die SS - Leute treiben uns wie einen Viehtransport weiter und schreien: ,, Aufgehts, schneller ihr Idioten, ihr Rindvieh, ihr Verbrecher, ihr Dreckkerle!" Wir unterdrücken die aufsteigenden Tränen wilder Empörung. Immer weiter. Unser Mut sinkt auf den Gefrierpunkt. Wirre Gedanken treiben einander im Gehirn. Wir sind keine Menschen mehr. Geistlose Maschinen schleppen sich fast empfindlos dahin. Das trostlose Elend eines solchen Trauerzuges ver­mag sich die kühnste Phantasie kaum auszumalen. Wieder liegen wir schlapp und wortlos in einer dunklen Scheune. Der Hunger zerfleischt uns die Eingeweide. Ein Kamerad steckt seine Hand in einen Sack Getreide, kaut die Körner und wird erwischt. Obergefreiter Stange schlägt mit einem Bambusrohr auf den ,, Dieb" und jagt ihm dazu einen Schuß ins Handgelenk. Ein paar Tage darauf ist der Verletzte tot. Ein anderer Häftling nimmt einige Lebensmittel vom Wagen des SS - Proviantes und wird erbarmungslos zusammengehauen. Wir legen auch ihn auf einen Schubkarren. Gottlob bleibt er am Leben." Soweit unser Kamerad Bretnacker.

Während der letzten sechs Monate unserer Internierung hausten durchschnittlich zwischen 50- bis 60 000 Häftlinge in Dachau . In den überfüllten Blocks wohnten jetzt in je einer Stube meist 400 bis 500 Mann eng zusammengepfercht. Ein 90 cm breiter Strohsack bot ge­nügend Platz für einen Mann. In unserm Pfarrerblock hatten aber um diese Zeit fünf Kameraden nur zwei Betten. Viele Geistliche schliefen am Boden der Wohnstube, selbst in der Kapelle. In den andern Blocks sah es noch schlimmer aus. Sieben Mann erhielten

153