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spielten wir den Nazi gelungene Streiche. Ein österreichischer Ehren­häftling durfte unter uns einige Kameraden auswählen, um in der SS - Küche die Spezialkost zu holen. Wir schmiedeten mit den Köchen der SS- Küche, wo auch einige Franzosen angestellt waren, ein Kom­plott, um möglichst viel SS- Kost zu klauen. Normalerweise trugen wir leere Eimer in die Küche, die vor einem SS- Mann mit der ge­nehmigten Portion angefüllt wurden. An die Ecke der Küche stellten aber unsere Freunde einen Eimer, der die beste Kost in reichlicher Quantität enthielt. Beim Hinausgehen ließen wir unsern Eimer sachte auf den Boden gleiten und nahmen den dort stehenden Eimer mit, den die Kameraden zuvor angefüllt hatten. Wir sind dabei nie erwischt worden.

Einmal in der Woche bekamen die SS - Leute wohlschmeckende ,, Krumbärkichele", von ihnen Reibekuchen genannt. Für die fünf Ehren­häftlinge hatten wir nur das Recht auf fünf Reibekuchen. Mit unserm Schwindelmanöver brachten wir es jedesmal mindestens auf das Doppelte und noch mehr. Es war uns dabei weniger auf die Krumbär­kichele als um den gelungenen Spaß zu tun. Solche Streiche hatten stets Heiterkeitserfolge und versüßten uns manch harte Stunde unseres sonst elenden Gefangenendaseins.

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11. Der Hungertyphus

Die deutsche Niederlage in Nordafrika , mehr noch die Landung der amerikanischen Truppen an der französischen Küste, schufen in Dachau eine neue Lage. Bisher lebten die jugendlichen SS - Leute bei uns ohne jede moralische Hemmung in blindem Siegesrausch und in scheinbar endlosem Beutejubel. Wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam die von ihnen nie geahnte, unerwartete, plötzliche Ernüchterung. Wir sind verloren", dämmerte es langsam in den vom Stolz um­nebelten Gehirnen auf, und diese Befürchtung wurde im Sommer 1944 zur unzweifelhaften Gewißheit. War der Aufstieg blitzschnell vor sich gegangen, bergab ging es noch viel geschwinder.

Die jugendlichen SS - Leute waren bisher gegen wehrlose Häft­linge eingesetzt worden, nun mußten auch sie schweren Herzens zur Front marschieren. Wir ergötzten uns mit begreiflicher Schadenfreude

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