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Unbekannten, die unsere Adressen von Kameraden der Außenkom­mandos erhalten hatten, einige Brotpakete. Auf einem beiliegenden Zettel stand der Satz: ,, Die Pfarrer sollen nicht vor Hunger sterben." Die SS kochte darüber vor Wut. Rapportführer Kuhn und Böttcher stürmten unerwartet mit zehn SS - Leuten in unseren Block. Wir mußten uns in der Lagerstraße aufstellen, den Inhalt unserer Taschen in die Mütze legen und die Kopfbedeckung, auf beiden Handflächen liegend, einem SS- Mann vor die Augen halten. Nun erfolgte eine hochnot­peinliche Körpervisitation. Nur Papier und Aufzeichnungen interes­sierte die Nazis. Mir war es sehr übel zumute, da ich einige Notizen für mein zukünftiges Buch über Dachau in der Tasche hatte. Gottlob fiel mir ein schlauer Gedanke ein. Ich legte die Papierstücke auf die Handfläche und stülpte die Mütze darauf. Schlimm wäre es mir ergangen, wenn es den Nazi- Filzern eingefallen wäre, meine Mütze in die Hand zu nehmen. Mit fast sicherem Erfolge durfte man immer wieder auf die bodenlose Dummheit der SS - Leute spekulieren.

Während dieser Komödie auf der Lagerstraße untersuchten andere SS - Männer die Spinde und die Betten der Stube Nr. 3, wo ausschließlich Reichsdeutsche wohnten. Damals waren die Franzosen in der Stube Nr. 4 untergebracht. Alles, was in den Schränken, unter dem Strohsack oder in den Paketen lag, wurde herausgezerrt und kunterbunt auf den Boden geworfen. Sämtliche Notizen, auch Wäschestücke, sogar Tabakwaren mußten von uns zusammengepackt und zum Büro der Rapportführer gebracht werden.

Aus Furcht, man werde auch die Stube Nr. 4 durchsuchen, ver­steckten wir alles Verbotene. Während dieses Trubels verschwanden meine Schlappen, die unter dem Bett standen. In der Nacht trat ich barfuß in ein Stück Glas und verwundete mich so stark, daß sofort ein Notverband angelegt werden mußte. Da meine engen Pri­vatstrümpfe nicht über den Verband hinwegrutschten, lieh mir ein Kamerad weite Socken in weißer Farbe, die wir Badoglio- Strümpfe nannten. Sie stammten nämlich aus der italienischen Beute. Solche Badoglio- Strümpfe sollten ja eigentlich nur die Nazis tragen. Häft­linge hatten aber viele in den SS - Magazinen weggenommen.

Da die Nazis meinen reichsdeutschen Kollegen wertvolle Sachen gestohlen hatten, baten mich einige Kameraden, ich solle über die

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