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Briefe durch die Schwester des Kameraden Peter aus dem Lager illegal hinausbefördert worden waren. Trotz der empfindlichen Bunkerstrafe hat der geistliche Professor selbstverständlich niemand verraten.
Nach unserer Befreiung kam ich zufällig mit Peter zusammen, der mir zu meinem allergrößten Erstaunen mitteilte, daß er und seine Schwester von irgend jemand angezeigt worden waren. Die SS -Leute hätten ihn furchtbar mißhandelt und in ein anderes Straflager abtrans- portiert. Er sei jetzt frei, wisse aber nicht, ob seine Schwester noch am Leben wäre. Er würde mich brieflich auf dem Laufenden halten. Bis heute jedoch blieb ich ohne Nachricht.
Als Vertrauensmann des Pfarrerblocks kam ich auch manchmal mit dem Lagerführer Redwitz zusammen. Einst trug ich ihm mit kühner Begründung eine Bitte vor:„Die Zeitungen berichten, daß jetzt ein besseres Verhältnis zwischen„uns“ und der polnischen Bevölkerung erstrebt werde. Die Polen sollen zur Abwehr einer etwaigen russischen Invasion gewonnen werden. Ich möchte dem Herrn Lagerführer Redwitz ein aussichtsreiches Propagandamittel vorschlagen, das übrigens zugleich ins Gebiet meiner Befugnisse ge- höre. Fast 1000 polnischen Geistlichen wäre es immer noch verboten,
- Gottesdienst innerhalb ihres Blocks zu halten. Würde man endlich
den polnischen Klerus allen anderen Pfarrern gleichstellen, könnte man annehmen, daß diese Kameraden das Entgegenkommen mit Freuden ihren Angehörigen mitteilen. Ein solches Propagandamittel dürfte doch großen Erfolg haben.....“ Redwitz ließ sich fangen. Mein Bittgesuch wurde der Berliner Zentralstelle mitgeteilt. Redwitz ver- sicherte mir später, daß wohl für Weihnachten die erbetene Erlaubnis ankäme, Sie blieb vorläufig aus. Doch wurde einem polnischen Prä- laten gestattet, in der Kapelle sein 35jähriges Priesterjubiläum zu feiern. Alle polnischen Geistlichen durften dem Hochamt beiwohnen. Dem diplomatischen Vorgehen unseres Kapellencapos Schelling ge- lang es schließlich Anfang 1945, für den polnischen Klerus Gottes- dienste organisieren zu dürfen. Redwitz erteilte, wohl ohne Zustim- mung Berlins , die Genehmigung.
Auf dem Block Nr. 26 zeigte das Barometer wieder einmal Sturm- wetter an. Ein Pfarrer wurde dabei erwischt, als er einem hungernden Kameraden eine größere Portion Brot übergab. Seit langen Monaten
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