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zuvor mit dem Packpapier eines früheren Paketes geschnürt wurde. Die SS- Leute kamen ja nicht auf den Gedanken, die Paketnummer mit der Begleitkarte zu vergleichen. So rettete ich manche Flasche Schnaps, meistens Kognak, was meinen Freunden und mir sehr zugute kam.

8. Meine Sonderstellung

Ende Mai 1944 meldete eines Tages der Wachtposten das Heran­nahen des allgemein verhaßten Vernehmungsführers Bach. Auf das bekannte ,, Achtung!" sprangen wir in der Stube Nr. 2 blitzschnell auf und nahmen stillschweigend Haltung an. Wie zu Salzsäulen er­starrt, standen wir unbeweglich da und mußten diesen stolzen Gecken mit erheucheltem Respekt anglotzen. Die frechen Augen des gefürch­teten Mannes suchten jemand. ,, Aha!" rief er bald spöttisch lächelnd. ,, Da steht ja unser Goldschmitt. Treten Sie mal vor!" Ich ging zu Bach hin. Innerlich war ich aufgeregt genug. Sollte ich wegen Über­tretung einer Lagervorschrift erwischt oder verraten worden sein? Ich nahm es mit den Paragraphen nicht so genau. Durch eine kalt­blütige Haltung suchte ich jedoch ein gutes Gewissen vorzutäuschen. Bach schrie: ,, Sie sind vom Herrn Lagerkommandanten zum Vertreter der Pfarrer ernannt worden und haben das Recht, Bitten sowie Be­schwerden vorzutragen. Sorgen Sie dafür, daß bei den Pfarrern stets Ordnung herrscht. Mißbräuche haben Sie bei uns zu melden! Ver­standen?" ,, Jawohl, Herr Vernehmungsführer", war meine knappe Antwort. Bach hielt noch eine geräuschvolle Ansprache, in der uns die genaueste Befolgung aller Vorschriften eingeschärft und harte Strafmaßnahmen für jedwede Übertretung angedroht wurde. Als Bach verschwunden war, lachten wir uns das Fäustchen voll und ich meinte kühl: ,, Bach, du kannst mir den Buckel hinaufrutschen!" Einen Kameraden, dazu noch einen Geistlichen, zum Denunzianten anzustellen, wirft ein helles Licht auf den Charakter der SS. In welch peinliche Lage mich mein neues Amt manchmal brachte, zeigt die Schilderung einiger Erlebnisse.

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Eine harte Nuß war bei dem Delikt eines geistlichen Professors zu knacken, der einen illegalen Brief in seine westfälische Heimat

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