mm­ben.

nter

für

den

ren.

m in

reits einen

ngst­

ngen

eben.

ierte

zehn

ninar

wohl

mein

angs­

tigter

eger­

essen

Cinder

eapel.

elang

Chren­

einem

dem

en.

rlicher

blutig

es er­

en ließ

Pforz­

enken,

,, das war ein Saukerl." Selbst auf die Gefahr hin, scharf kritisiert zu werden, nehme ich diesen gefürchteten Mann in Schutz. Schratzen­berger war oberflächlich, äußerlich grob wie ein Brummbär, doch ein guter Kern in rauher Schale. Er mußte halt dienstlich neue Arbeits­kräfte in der Zahl der Uneingeteilten finden. Leider auch Kandidaten für die Transporte. Fast jeden Morgen, von neun bis elf Uhr, zog Schratzenberger mit Böttcher oder Kuhn von Block zu Block, wo die Kommandolosen verängstigt in Reih und Glied standen. Arbeitssklaven wurden herausgeholt. Bereits am anderen Tage jagte aber Schratzen­berger nicht wenige mit gemachten Drohungen wieder heim zum Block. Auch er leistete vielfach nur Scheinarbeit.

Schlimmer gestaltete sich die Zusammenstellung der Himmel­fahrtstransporte für andere Lager. Wir Angestellten wußten, daß diese ausgesuchten unglücklichen Kameraden zum Teil in Gaskammern oder auf eine andere Art als unnütze Esser in die Ewigkeit befördert wurden. Und doch blieb uns nichts anderes übrig, als zwangsweise mitzuarbei­ten und dabei zu retten, was gerettet werden konnte. Da perlten mir manchmal Tränen in den Augen, wenn an die 1500 Mithäftlinge nackt im Baderaum standen und einer nach dem andern, mit den Kleidern auf dem Arm, vor die Kommission hintrat, bei der ich oft den Dol­metscher spielte.

Zum Irreführen brüllte ich manchmal einen Landsmann auf deutsch als Faulenzer oder Kretin an, was er natürlich nicht verstand, und gab ihm einen sanften Fußtritt, damit er aus der Reihe der noch nicht Untersuchten in jene der bereits Kontrollierten flog, oder warf einen zur Türe hinaus und drohte, laut schreiend, Meldung wegen Unge­horsam zu erstatten. Der Betreffende zog sich draußen schnell an und stürmte glückstrahlend fort. Wer sich etwas unbeholfen anstellte, war meist verloren. Wie oft schrieben wir nur zum Schein eine Zahl auf den Zettel oder gar falsche Nummern. Nicht selten strichen wir sogar von der Reinschrift manche Namen. Wir konnten aber unmöglich alle retten. Schratzenberger und Pflaume wußten von diesen unerlaubten Betrügereien, drückten aber meist ein Auge zu. Andere wachhabende SS- Leute waren zu dumm, unsere Rettungsmanöver überhaupt zu merken. Nachgiebig zeigte sich auch oft der SS- Arzt der Kommission. Er hätte ja blind und taub sein müssen, wenn ihm unsere Mogeleien

123