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in staunenswerter Fülle. Nur ganz selten aẞen wir Lagerkost. Frisch­gemüse durften die Angestellten des Arbeitseinsatzbüros aus den Gär­ten beziehen. Die Geburtstage, sogar mein Namenstag, wurden mit Ansprachen, Vorträgen, Gedichten und einem ,, Festessen", bei dem sogar der echte Kognak nicht fehlte, bis in die Nacht hinein gefeiert. Meine Gesundheit blühte wieder auf. Die hier und da aufbrechenden Brandwunden, mehr noch mein chronischer Husten, fanden im Spital die vortrefflichste Pflege.

Wir hatten vier mustergültig organisierte Kartotheken, zwei al­phabetisch nach Namen, die dritte nach den Häftlingsnummern, und die vierte nach den verschiedenen Berufen geordnet. Jeder Häftling besaß seine Karten. Wir konnten sofort von jedem die Personalien feststellen, auch wann und wo jeder eingesperrt wurde, seine ver­schiedenen Arbeitsstellen usw. Der Lagerkommandant erkundigte sich einmal nach den Uhrmachern. Sofort wurden ihm die gewöhnlichen Uhrmacher und die Spezialisten für Turmuhren angegeben und wo jeder einzelne zu finden sei. Jeden Tag mußten alle Änderungen in der Situation eines jeden Häftlings auf den Karten notiert werden. Da sich viele Tausende Häftlinge in Dachau befanden, war dies gewiß keine Kleinigkeit. Diese interessante Riesenarbeit besorgten meine Kollegen Hans und Otto, zwei nette Burschen, mit denen ich gerne arbeitete. Auch der österreichische Kaplan Walter, ein langjähriger Angestellter unseres Büros, und der Erzpriester Dr. Joseph aus dem Sudetengebiet halfen hier mit.

Ein etwas nervöser Kamerad aus Kassel stellte die Rechnungen über die Arbeitslöhne an die Firmen aus, die Häftlinge beschäftigten und auch ausbeuteten. Aus diesen Dokumenten ersahen wir, was das Lager an den Internierten verdiente, viele Millionen Mark jeden Monat. Der Häftling war ja billiges Arbeitsvieh. Die tägliche Wassersuppe kostete nur ein paar Pfennige. Die Firmen zahlten aber an das Lager für die Fachleute, die unter den Arbeitssklaven waren, zwischen 4 und 6 Mark pro Schicht, für die Tagelöhner 2 Mark.

Der fromme katholische Priester Alois aus dem Sudetenland und Professor Msgr. Joseph aus dem Prager Priesterseminar waren die Nähr- und Pflegeväter des Lagers. Sie mußten dafür Sorge tragen, daß kein Kamerad bei der Brotzeit übergangen wurde.

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