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Welch ein Massenelend in den überfüllten Blocks! Viele Hungrige schrien nach einem Stückchen Brot. Damals trafen Pakete aus Loth ringen in sehr großer Zahl ein. So konnte ich viel geben. Auch meine geistlichen Mitbrüder spendeten reichlich. Mit vollgepfropften. Taschen ging ich von Block zu Block. Immer wieder wurde auf Nr. 26 neu gefaßt. Arme Russenkinder lagen röchelnd auf den Betten. Vater", hauchten sie in gebrochenem Deutsch ,,, Vater, Brot... Brot.... Zucker..." So sah ich einmal drei junge Russen nebeneinander liegen, bleiche Wachsgesichter, nur noch Haut und Knochen. Mit ihren großen, hohlen Augen schauten sie gierig auf ein Stück Kuchen, das ich in der Hand hielt. Ich gab es einem der schwerkranken Jungen und ließ die anderen durch den Dolmetscher trösten, sie würden später auch Kuchen bekommen. Der Kleine, obwohl am Verhungern, nahm das Stück Kuchen, zerlegte es in drei Teile und gab seinen beiden Kameraden je ein Stück. Sofort eilte ich wieder zum Pfarrerblock und erbettelte dort Kuchen, Butterbrote und Zucker... Da gab jeder gerne, als ich den Liebesakt des kleinen Russen erzählte. Ein paar Tage später waren die Russenjungen tot... Sie waren vor Hunger gestorben. Unsere Hilfe kam zu spät.
Vor Rührung wurde mein Herz weich, wenn es mir vergönnt war, einem Kameraden die hl. Kommunion zu reichen. Da sagte ich meinem Herrgott Dank, daß er mich nach Dachau geschickt hatte. Der Bazillenmörder fühlte sich wieder in seinem hehren Priesterberufe.
Einige Wochen später bin ich auf andere Weise zum Mörder geworden. Zum Schutze der Häftlingsgesundheit kam der Nazibefehl, sämtliche Fliegen des Lagers erbarmungslos auszurotten. Diese gefährlichen Bestien könnten uns ja in ihrer Bosheit als Bazillenträger den Todeskeim ins Blut legen. Zu gleicher Zeit züchtete aber ein SS- Arzt künstlich Bazillen und ließ in seiner Versuchsstation Häftlinge in großer Zahl durch vergiftete Fliegen stechen. Viele Kameraden sind dabei ums Leben gekommen. Vom Arbeitseinsatzführer Pflaume wurde mir befohlen, in vielen Sprachen eine Verordnung in sämtlichen Blocks anbringen zu lassen, alle Mücken des Lagers umzubringen. Ein 60köpfiges Mückenmordkommando erblickte das Licht der Welt. In jedem Block mußten je zwei Mann mit einem schmalen Kartonstreifen die Fliegen totschlagen.
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