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5. Der Morgenappell

,, Zum Morgenappell antreten!" Auf diesen Ruf hin liefen alle Stubeninsassen in überstürzter Eile zur Türe hinaus auf die Block­straße. Obwohl auf dem Zugangsblock außer der Sorge für Reinlich­keit, Ordnung und Umschulungsunterricht den ganzen lieben langen Tag hindurch kaum etwas zu tun war, wurde stets herumgehetzt. ,, Auf gehts, auf gehts", schrie man wild durcheinander. Dann begann ein Laufen, Rennen, Beiseiteschieben, Über- den- Haufenwerfen, als ob ein Rudel Wölfe hinter einem wäre. Phlegmatisch wankte ich nach. Stockfinstere Nacht war es noch draußen. Die Uhr zeigte ja kaum die sechste Morgenstunde. Ein eiskalter Wind blies mir um die Ohren und über den kahlgeschorenen Kopf. Selbst wollene Unterkleider hätten kaum Schutz geboten. Wir gestern Angekommenen hatten keinen Mantel, kein Wams, keine Unterhose, nichts auf dem Kopf, nur Holzpantinen an den nackten Füßen, einen leeren Magen, kein Fett mehr unter der Haut. Zähneklappernd trat ich zögernd und behut­sam, mit den Händen tastend, eine Stufe hinunter auf die gefrorene, glatte Straße. Plumps! das ungewohnte Schuhwerk war mir von den Füßen gerutscht. Ich verlor das Gleichgewicht, fiel auf den Boden und riẞ noch einen Kameraden mit. ,, Scheeler Hund, paß auf! Ich haue dir eine in die Fresse!" schrie mich der Mann roh an. In der Dunkel­heit konnte der eine Schuh nicht mehr gefunden werden, und so stand ich mit einem nackten Fuß auf der eiskalten Erde. Unser Blockältester Muth schrie überlaut: ,, Stube eins und zwei, getrennt in Reihen zu je 10 Mann antreten! Etwas hurtiger! Vordermann, Seitenrichtung! Ihr Schweinehunde, ihr verdammten, könnt ihr Esel nicht bis auf 10 zählen? Da stehen doch nur 9 Hornochsen in der Reihe, Schnauze halten, sonst trete ich euch in den A...!" So gings fast ohne Unter­brechung weiter. Nervös lief Muth in den Reihen umher, gab Ohr­feigen links und rechts und stieß einige Kameraden so fest an, daß sie kopfüber zu Boden plumpsten. Mein Nebenmann versuchte, mit ein paar alten Lappen die Ohren gegen die Kälte zu schützen. Flugs bekam er einen Schlag ins Gesicht. Der arme Kerl purzelte auch um. Muth riß ihn hoch, gab ihm ein paar Maulschellen, ließ ihn wieder fallen und versetzte ihm einen Tritt. ,, Auf! Gerade sollst du stehen!

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