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larist. Während der deutschen Herrschaft erfüllten wir loyal unsere Pflichten, sind aber nie überzeugte Deutsche geworden, ja das Deutschtum wurde von der großen Masse scharf abgelehnt. Wir sind keine Chauvinisten und hassen Deutschland nicht. Wir wollen mit dem deutschen Nachbarn in Frieden leben, aber nie wieder an Deutschland angeschlossen werden. Die Gestapo hat überall diese Stimmung feststellen können. Unser Verhältnis zu Frankreich gestaltet sich ganz anders. Wir lieben Frankreich . Bei der indirekten Abstimmung vor einigen Tagen, haben fast sämtliche Lothringer offen ihre Anhänglich. keit an Frankreich gezeigt. Sie ließen sich lieber umsiedeln, einsperren, ja töten, als daß sie der deutschen Fahne dienten. Meines Erachtens wollen 98% aller Lothringer Franzosen bleiben.
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mein Vater hatte Als Kind im französischen Geiste erzogen fünf meiner Geschwister in den Jahren 1900 bis 1914 zu Studienzwecken nach Frankreich geschickt blieb ich, auch als Gönner der deutschen Kultur, stets Franzose. Die Gestapo bewies es mir ja aus meinen Schriften. Wenn meine Bücher und Reden manchmal Frankreich angriffen, wurde nicht mein Vaterland bekämpft, sondern die Regierungsmehrheit, deren Religionspolitik mir nicht zusagte. Ein reichsdeutscher Gegner des Nationalsozialismus kann guter Deutscher bleiben. Ebenso sind die Gegner des französischen Regimes recht gute Franzosen. Wir verlangen das Recht der deutschen Mundart im deutschen Sprachgebiet. Für meinen Kampf um dieses Recht hatte mich der Minister Mandel einige Wochen interniert. Heute raubt mir die deutsche Polizei die Freiheit, weil ich unter anderem für die Erhaltung der französischen Sprache in Dieuze und im ganzen französischen Sprachgebiet mit aller Energie eintrat. In meinem Verhalten liegt durchaus kein Widerspruch. Die Behauptung, ich trüge Wasser auf beiden Schultern, ist eine oberflächliche Kritik. Die Lothringer lehnen schließlich als überzeugte Katholiken den Nationalsozialismus ab, vorab wir Priester. Diesen Nationalsozialismus bekämpfe ich auch als Freund der Demokratie und aus. Liebe zu meinen lothringischen Landsleuten, die vom Gauleiter Bürckel hart mitgenommen worden sind. Mit kurzer Unterbrechung dauerte die Auseinandersetzung fast vier Stunden. Kein hartes Wort ist dabei gefallen. Obwohl das Konzentrationslager in Aussicht gestellt worden ist, fiel mir nach Abfassung des Protokolls ein schwerer Stein
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