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hohen Festtage. In ihr glänzten die Einlagen wie reinstes Silber! Es war aber nur Blech aus alten Konservendosen. Ein österreichischer Kommunist rühmte sich mit Recht, diesen Kultusgegenstand in der Schreinerei unter den Augen der SS - Männer geheim hergestellt zu haben.

Anfangs durfte die hl. Messe nur einmal am Tage vor dem Morgenappell, und zwar immer nur von demselben Geistlichen, einem früheren polnischen Militärpfarrer, gelesen werden, der von der Lager­leitung als Kapellencapo bestimmt war. Die anwesenden Geistlichen beteten halblaut mit dem Zelebranten. Jeder hielt eine kleine Hostie in Händen und spendete sie sich auch selber. Feierliche Gottesdienste blieben verboten, ebenso jede religiöse Betätigung außerhalb der Ka­pelle. Tagsüber durfte man die Kapelle nicht betreten. Anfangs stand während der hl. Messe öfters ein SS- Mann beim Altartisch mit bedecktem Haupt und rauchte. Ein Augenzeuge erzählte uns, daß einmal ein unflätiger SS - Bursche nach der Wandlung die hl. Hostie in die Hände nahm und gottesschänderisch laut in die Kapelle schrie: ,, Das Ding hier ist euer Gott? Dann soll er euch doch befreien!" Er warf die Gestalten vor sich hin und rief: ,, Unsinn das, lauter Schwindel!" Oftmals warfen die Nazis auch Rosenkränze und Medaillen auf den Boden, spukten drauf, und zertraten sie mit ihren Stiefeln.

An einem Sonntag stürzten sich SS - Männer während der hl. Messe in die Kapelle, schrien und brüllten, wie vom Teufel besessen: ,, Pfaffensäue, Priesterschweine...." Dabei schlugen sie mit Stöcken auf die Geistlichen ein und teilten Ohrfeigen und Fuẞtritte aus. Es ent­stand ein beängstigendes Gedränge. Die meisten Anwesenden flohen aus dem Gotteshaus. Nun grinsten diese Nazis satanisch und lachten stolz, als ob sie eine außergewöhnliche Heldentat vollbracht hätten.

Ich selbst war manchmal Zeuge, wie man uns während der hl. Messe aus nichtigen Gründen aus der Kapelle zu Sonderappellen rief. Der amtierende Priester legte überstürzt die Meßgewänder ab und setzte erst nach dem Appell die hl. Handlung wieder fort. Noch im Spätherbst 1944 zerriß unser Blockführer, den wir wegen seiner krummen Beine und drolligen Fußbekleidung den ,, gestiefelten Kater" nannten, vor unseren Augen ein Madonnenbild, das wir in unserer Stube aufgehängt hatten. Meist ließ man Geistliche gerade während

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