In der Hapelle
Am 20. Januar 1941 stellten die Pfarrer zwei Tische neben- einander in diesen Raum, und legten zwei Bettücher darauf. Ein kleines Stehkreuz, zwei armselige Kerzenhalter mit winzigen Kerzenstummeln, ein Kelch in Miniaturform und ein Meßbüchlein, wie die Gläubigen sie mit zur Kirche nehmen, zierten diesen ersten Altar im Dachauer K.Z. Meßgewänder, Hostien, Wein und Kerzen besorgte der Dachauer Stadtpfarrer.
Ein Priesterhäftling trat in weißem Meßgewande zu diesem Tisch und feierte auf Block Nr. 26 die erste hl. Messe. Etwa zweihundert Geistliche standen hochbeglückt im neuen Gotteshaus. Der Herrgott in Brotgestalt wohnte jetzt auch bei den Häftlingen.
Unsere armselige Kapelle wandelte sich nach und nach in ein, würdiges Gotteshaus um. Die Priesterhäftlinge„organisierten‘ einen Altar mit Tabernakel, ein schönes Christusbild, Leuchter, Statuen, und schließlich gar einen schmucken Kreuzweg. Neben unserer ein- fachen, ganz hölzernen Monstranz, hatten wir auch eine andere für die
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