einer Flut häßlicher Schimpfwörter überschütteten. Um so enger schlossen sich aber die Kameraden aneinander an. Die schlimmen. Elemente wurden ausgebootet, und die anderen liebten sich wie Brüder, selbstlos und herzlich, wobei Nation, Weltanschauung oder politische Richtung keine Rolle spielten. Das Unglück schmiedete die Menschen wie Eisen und Stahl zusammen.

Alle Häftlinge, die zur Arbeit herangezogen waren, standen auf der Liste der ,, Eingeteilten", die übrigen gehörten zu den Uneinge­teilten. Man trennte letztere in vier Gruppen: Nr. 1 und 2, noch einiger­maßen kräftige Leute, wurden für Arbeiten zugunsten wehrwichtiger Betriebe vorgesehen. Die Gruppe Nr. 3 hatte Aussicht, im Lagerdienst eine Stelle zu bekommen; Nr. 4 waren bedauernswerte Krüppel, Sieche, Kranke, die man für das ,, Himmelfahrtskommando" vorsah. Solche unnötigen Esser hatten bei den Nazis kein Recht mehr auf

Lebensexistenz.

Jeden Morgen traten die Häftlinge zum Appell an. Nach der Abzählung verteilten sich die verschiedenen Kommandos in Sonder­gruppen um ihren Capo. Dieser meldete auf dem Arbeitseinsatzbüro die Zahl der Angetretenen. Die Küche wurde benachrichtigt, für jeden der Angetretenen ein Stück Brot mit etwas Wurst oder Ersatz­butter bereit zu halten. Diese ,, Brotzeit" galt als die Hauptsache des Kommandos. Besonders fleißige Arbeiter bekamen auch eine Prämie von fünfzig Pfennig bis zu drei Mark im Monat, mit denen sie in der Kantine Waren kaufen konnten.

Die Uneingeteilten mußten tagsüber auf dem Block bleiben und erlebten Schikanen aller Art, um ihre Überflüssigkeit stets vor Augen zu haben. Sie erhielten auch keine Brotzeit, bekamen weniger und schlechtere Suppen als die andern und zitterten beständig vor dem schauderhaften Befehl: ,, Alle Uneingeteilten antreten!" Stundenlang mußten dann diese armen Kameraden nackt auf dem Appellplatz oder im Baderaum stehen, wurden immer wieder untersucht, schließlich zum Teil in andere Vernichtungslager verschickt.

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