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Gewächshäusern, während die ersteren unzählige Teesorten pflanzten und pflegten. Auch Gemüse für die Lagerbewohner wurde in der Plantage gezogen. Selbst die Blumen fehlten nicht, wenn sie auch meistens der Medizin dienen mußten. So pflegten die Häftlinge allein fünf Hektar Schwertlilien um ihres Vitamingehaltes willen.
Zur Frühjahrs- und Sommerzeit hätte die Plantage mit ihrem frischen Grün, ihren lachenden Blumen und den freundlichen Landhäusern dem Auge ein begeisterndes Bild dargeboten, wenn die häßliche Sklavenarbeit nicht gewesen wäre.
Pfarrer wurden an die Pflüge und Eggen gespannt, und sechs Mann zogen die schwere Last stumpfsinnig dahin. Mühselige Beschäftigungen waren auch das Wasserschleppen bei der Trockenheit und das Teesammeln sowie das Trocknen der Teepflanzen bei siebzig Grad Hitze. Beim Mahlen der Körner gab es viel Staub, der schmerzend in die Haut und in die Augen drang und jede Sauberhaltung des Körpers und der Kleider unmöglich machte. Dazu quälte und entkräftete der Hunger. Da die Häftlinge von 1940 bis 1942 auf der Plantage keine Brotzeit bekamen, klauten sie wo es nur ging, besonders Gemüse und Beeren, obwohl zahlreiche SS - Leute und Capos herumschlichen. Diese leibhaftigen Satane kommandierten und schrieen, gestikulierten und trieben an, schimpften und hauten drein.
Die Plantage war Eigentum einer Gesellschaft, in der die SS Aktien besaß. Für die Tagesarbeit eines Häftlings, der in anderen Privatbetrieben arbeitete, mußten mindestens zwei Mark für eine zwölfstündige Schicht an das Lager bezahlt werden. Zu Lasten der SS- Plantage- Gesellschaft wurden jedoch für jeden Häftling pro Tag nur 30 Pfennige gebucht. Volksgemeinschaft mit gleichen Rechten für alle gehörte auch zur großangelegten Schwindelpropaganda. Die SS füllte in erster Linie ihre Taschen. Einige Capos spielten als Kameradenschinder eine traurige Rolle. Gottlob fehlten auch die edlen Mithäftlinge nicht, wie zum Beispiel Capo Johann Janick, früher Professor der Astronomie in Wien , und der edle Plantageschreiber Kaplan Rieser, auch ein Österreicher.
Ein schlechtes Andenken hinterließen die Frauen der SS, die den Häftlingen bei jeder Begegnung haẞerfüllte Blicke zuwarfen. Leider waren sogar ihre Kinder verhetzt, sodaß sie die armen Gefangenen mit
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