Plätzen und aus allen Straßen verschwinden. Nur morgens beim Auf­stehen lag manchmal die Schneedecke zwanzig bis fünfzig Zentimeter hoch. Da sprang das Schneekommando ein, das sich in den Jahren 1940 bis 1942 ausschließlich aus Geistlichen zusammensetzte, über tausend Mann stark, jung und alt. Schaufeln und Bretter, die an Holzstangen angenagelt waren, scharrten die Schneemassen zu mäch­tigen Haufen zusammen. Kleine Schubkarren und große Plattwagen brachten den Schnee zum Wurmbach. Wenn die Karren nicht langten, wurde der Schnee auf Tischplatten geschippt, die je vier Mann auf den Schultern tragen mußten. Während acht Stunden des Tages war das Schneekommando auf den Beinen. Wie immer vollzog sich alles im Laufschritt. ,, Tempo, Tempo!", hörte man den ganzen Tag herum­brüllen. SS- Strolche und Capos standen oder liefen hinter den Geist­lichen her und schlugen mit Stöcken drauflos. Unflätige Schimpf­wörter und zweideutige Redensarten regneten nur so auf die armen Schneeschipper nieder. Manch alter Pfarrer rutschte beim Schnee­tragen aus und fiel zu Boden. Selbst die Jungen keuchten unter der schweren Last der hochbeladenen Tischplatten. Es brauchte nur einer zu stürzen, dann kippte die Platte um. Nun gabs Peitschenhiebe und Fußtritte. Die schwere und ungewohnte Arbeit trieb den Schweiß aus den Poren. Nicht wenige Pfarrer blieben bewußtlos am Boden liegen und holten sich eine Lungenentzündung. In dem Block hatte niemand Kleider zum Wechseln oder Gelegenheit zum Trocknen.

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Innerhalb und außerhalb des Häftlingslagers breiteten sich viele Gärten aus. Der größte Garten trug den Namen Plantage. Sie war eine riesige, viereckige Anbaufläche von ungefähr fünfhundert Meter Seitenlänge, die dem Dachauer Moorboden um den Preis unzähliger Menschenleben abgerungen wurde. Wege und Entwässerungsgräben durchzogen die fruchtbare Ackerschicht. Die Plantage diente be­sonders zum Anbau medizinischer Pflanzen. Zur Urbarmachung des Moorbodens zog man von 1940 bis 1943 besonders Juden und Geist­liche heran, die zu Hunderten dahinstarben. Die Plantage ist so im wahren Sinne des Wortes mit Menschenschweiß und Menschenblut gedüngt. Während der guten Jahreszeit waren hier etwa eintausend­dreihundert Inhaftierte beschäftigt. Im Winter etwa vier- bis acht­hundert. Die letzteren bemühten sich um die Sämlinge in den

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