Linie auf die Nazi-Menschenquäler. Mein luxemburgischer Priester- Kollege Dr. Bernard war auch lange Moorexpreßzugtierersatz. Er schreibt in seinen Memoiren unter anderem:Mein erster Tag beim TransportkommandoPräzifix. Es ist der 19. März 1941, das Fest des hl. Joseph. Zu ihm bete ich, während wir mit dem Wagen zum Tor hinausrollen. Ich habe meinen Platz an der rechten Wagenseite und teile die Koppel mit einem jungen polnischen Pfarrer aus Warschau . Wir sind von derselben Größe und Kraft, was beim Koppelziehen wichtig ist. Er spricht etwas französisch, und so können wir uns fein unterhalten, unter den Augen des Capo und der Posten. Auf der ebenen Straße läuft der Wagen ziemlich leicht. Bald aber schmerzen die Füße. Sie sind vom Barfußlaufen und vom Wasser unförmig angeschwollen und sind dazu die schweren, steifen Schuhe nicht ge- wohnt. Bis zum Abend werden wir wohl keine Haut mehr an den Füßen haben. Und doch ist es eine Erleichterung, daß man nicht, wie mit den Pantinen, bei jedem Schritt die Zehen verkrampfen muß, um die Bretter nicht zu verlieren. Es ist Tauwetter. Wohl ist die Mitte der Straße schneefrei, aber die seitlichenZugpferde waten am Rand der Straße durch schmelzenden Schnee im Wasser. Wir sprechen wenig. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Ob man durchhalten wird? Und wieviel wird es zu essen geben?.... Nach kaum einer Stunde werden wir zusammengepfiffen. Wir sollen zur Bahn. Und was fahren wir zur Bahn? Ein Paket Schrauben, so groß wie zwei Zigarrenkisten. In unserer Unschuld fragen wir uns, weshalb denn dafür 18 Mann plus drei Posten, plus 5-Tonnen-Lastkraftwagen zum Bahnhof müssen. Wir wissen noch nicht, daß Häftlinge, Posten und Wagen sich niemals voneinander trennen dürfen. Das ist oberstes Gesetz aller Außen- kommandos.... So ziehen wir denn den schweren Wagen mit dem Päckchen durch den Schlammweg zum Bahnhof hin und wieder zurück. Allmählich gewöhnt man sich das Denken ab.

Die Kiesgrube galt als eines der schlimmsten Kommandos. Hier

standen an den vier Ecken SS-Lausbuben mit umgehängtem Gewehr.

Ein paar eigens auf die Häftlingsuniform abgerichtete Hunde rannten bellend umher. Der Capo rückte mit seinem ‚Verein heran, vor 1942 meist mit Juden und Pfarrern. Von weitem hörte man schon, wie die Arbeitssklaven-gezwungenermaßen Lieder brüllten. Kaum in der

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