Druckschrift 
Sieger in Fesseln : Christuszeugnisse aus Lagern und Gefängnissen / herausgegeben von Konrad Hofmann, Reinhold Schneider, Erik Wolf
Seite
148
Einzelbild herunterladen
  

Bericht von Dr. Matthias Laros

MAX JOSEF METZGER

mein

gen

und

eine

im B

Der

die

war

den

,, NUN, HERR JESUS, ICH KOMME BALD"

-

-

Daß das Kreuz das Gesetz unseres diesseitigen Lebens ist nicht als tra­gische Notwendigkeit, in der es endigt, sondern als Durchgang in die wahre Freude, die erst darin erschlossen wird hat ,, in carcere et vinculis", in dunklen Kerkern und harten Banden Dr. Metzger tief wie je nur ein Ge­fangener erlebt. Durch seine Gefängniszeit und sein Bekennersterben ist er in seine Wesensgröße und in die Erfüllung seines Daseins ganz hinein­gewachsen, hierin Repräsentant für tausende andere, für die der Weg durch harte Haft und bittere Todesnot ebenfalls der Weg in ihre Voll­endung gewesen ist, die sie ohne das vielleicht nie erreicht hätten. Man hat diesen katholischen Priester weit und breit gekannt, über die konfessio­nellen und politischen Grenzen hinaus, den Gründer der ,, Christkönigs­gesellschaft vom Weißen Kreuz" in Meitingen bei Augsburg , der das drei­fache Ziel vorschwebte: sozial- caritative Arbeit und Seelsorgshilfe, christ­licher Pazifismus und Befriedung der Völker, und in den letzten Jahren besonders Arbeit für die ,, Una Sancta" an der Befriedung und schließ­lichen Einigung der christlichen Konfessionen.

Erstmals im Jahre 1939 erlitt Dr. Metzger eine vierwöchige Haft. Seine Person und Arbeit wurde den nationalsozialistischen Organen immer un­erträglicher. Er wußte genau, daß er Freiheit und Leben daransetzte. Wohl in Ahnung des Kommenden schrieb er 1942 in seinem Testament: ,, Im Angesichte des Todes, an den das memento mori des Aschermittwochs besonders eindringlich mahnt, will ich nochmals meine letzten Verfügun­gen treffen. Vor dem allwissenden Gott bekenne ich zunächst, daß ich im heiligen katholischen Glauben als treuer Sohn der einen Kirche Christi sterben will, deren Einheit ich, nach Christi Willen, im Heiligen Vater in Rom dargestellt und gesichert sehe. Dieses Bekenntnis wird nach meiner festen Überzeugung nicht beeinträchtigt durch die Tatsache, daß ich mich den gutgläubigen und gewissenstreuen evangelischen Brüdern in Christo Jesu von der Taufe her und vom gemeinsamen Bekenntnis des gleichen Herrn ebenso verbunden weiß, wie den Brüdern, mit denen ich die Ge­

148

Stra

ihn

eine

er s

der, lisch trau

herd

stän

an

Vor

dau

Die

lich

beid

Aug

A

Kir

me

sche

letz

hin

auc

spü

fen

De

seit

las

wie

in

ihn

N"