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Am 28. August nahm Paul Schneider eine pfarramtliche Vertretung in Hessen- Nassau an. Aber bereits Ende September rief ihn sein Presbyterium wegen Brachliegens einer geordneten Seelsorge dringend nach Dickenschied zurück. Er folgte dem Ruf und begründete seine Rückkehr eingehend dem Regierungspräsidenten, dem Reichsinnenminister und der Reichskanzlei gegenüber. Als er aber am 3. Oktober nach Dickenschied heimkehrte, wurde er auf dem Wege zu einem Abendgottesdienst erneut verhaftet. Am 27. November 1937 verbrachte man ihn in das Konzentrationslager Buchenwald. Obwohl am 10. Juni 1938 alle gegen ihn anhängigen Sonder- Gerichtsverfahren eingestellt wurden, da keine höhere Strafe oder Gesamtstrafe als Freiheitsstrafe von 6 Monaten zu erwarten sei, wurde er wieder festgehalten. Auch im Konzentrationslager hört sein Kampf um die Herrschaft Christi in dieser Welt nicht auf. Weiter legt er Zeugnis für den Herrn seines Lebens ab, auch da, wo es nicht unmittelbar von der Staatsgewalt angesprochen und gefordert wird wahrlich eine Seltenheit in der Zeit der hitlerischen Despotie, in der die Tapfersten nur da widerstanden, wo der nationalsozialistische Herrschaftsanspruch unmitelbar in ihre eigene Lebenssphäre eingriff. Schneider verweigert nicht nur den Gruß beim Vorbeimarsch des Häftlingszuges an der Hakenkreuzfahne, sondern ruft morgens bei der Verlesung von nazistischen Tagessprüchen während des Appells biblische Losungsworte über den Lagerplatz. Er tut es immer wieder trotz all der Strafen, die seiner warten. Und welche Pein hat er durchzumachen! Er bekommt Dunkelarrest, er wird häufig mit einem Ochsenziemer geschlagen, wird mit nach hinten durchgehobenen Armen rücklings an das Fensterkreuz seiner Zelle aufgehängt. All das aber bricht seine Bekenntniskraft nicht. Als er hört, daß Juden im Lager getötet wurden, ruft er ins Lager hinein:
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, Im Namen Jesu Christi erkläre ich Euch, daß Ihr Mörder seid!" Immer wieder neue grauenhafte, qualvolle Strafen. Er darf sich nicht waschen, die faustgroßen Schlagwunden eitern, man gibt ihm nur ein Geringes und dies bloß in unregelmäßigen Zeitabständen zu essen. Trotzdem immer wieder neues Verkünden des Wortes Gottes von seiner Seite an dieser Stätte entsetzlicher Gottesferne und Sünde, obwohl er weiß, welche Qualen folgen werden. Bis zum Schluß ist er ein bewegter Bekenner, folgt er seinem Herrn auf dem Leidenswege, bis seine Kraft völlig erschöpft ist. Am 18. Juli haucht er, an einem Herzkollaps durch eiskalte Wickel, seine Seele aus, einen Monat vor Vollendung seines 42. Lebensjahres. Noch am 3. Juli 1939, zu einer Zeit, als er schon viele Drangsale wegen seines von der Welt nicht verstandenen Bekenntnisses erlitten hatte, schrieb er in einem herrlichen, seinem letzten Brief, in dem er teilnimmt an allem Leben zu Hause, seiner Frau:
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