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oder nicht... Wir bitten daher... die Entlassung... veranlassen zu wollen."
Am 24. Juli 1937 wurde Schneider entlassen, aber aus der Rheinprovinz ausgewiesen. Da er sich im Gewissen an seine Gemeinde gebunden hielt, nahm er den Ausweisungsbefehl nicht an. Darauf wurde er von der Gestapo im Auto nach Wiesbaden gebracht, aber dort auf freien Fuß gesetzt. Sofort kehrte er nach Dieckenschied zurück. Hier und in Womrath predigte er am folgenden Sonntag von der Kanzel über Lukas 18,31-43.
Wenn wir heute seine Predigt lesen, ist's immer, als hätte er seinen Leidensweg geahnt:
,, Daß unser gekreuzigter Herr uns mitnehmen möchte hinauf auf die Höhe des Kreuzes, hinab in die Tiefen des Leidens, das dürfte jedem allmählich deutlich geworden sein, der den Herrn Christus aufrichtig liebhat... Der Weg des Meisters ist aber der Weg seiner Jünger und seiner Gemeinde, so wie es die Apostel hernachmals auch gelernt und erfahren haben. Auch für die Jünger und die Gemeinde kann es nur durch Leiden zur Herrlichkeit, durch das Kreuz zur Krone gehen... Die der Kirche günstig Gesinnten sind schon baß erschrocken über den geringen Anfang von Kampf und Leiden, in den Gott uns geführt, und meinen, es könne doch unmöglich so weiter gehen; und indem sie das meinen, nehmen sie dann sich jedenfalls von solchem Leidensweg aus. Die andern aber, die Feinde der Kirche, urteilen nun vollends, daß unsere Sache, die Sache Jesu Christi aus und verloren sei, daß von der Kirche jetzt schon nur noch ein Haufe sich streitender Pfarrer übrig sei und man die Kirche ruhig ihrem sich von selbst vollziehenden Ende überlassen könne. Und beide, Freunde wie Feinde, können nicht sehen, daß der Sterbensweg der evangelischen Kirche nun gerade der Weg Jesu, der Weg des Kreuzes, der Weg zum Leben ist... So hat uns Gott in der Kreuzesnachfolge unseres Herrn einen Weg gegeben durch Leiden zur Herrlichkeit. Ist er nicht am Ende doch der schönste und beste Weg durch dieses Erdenleben? Der Weg, bei dem wir nicht im Bettelleben dieser Welt bleiben, sondern reiche gesegnete Kinder unseres reichen himmlischen Vaters sein dürfen? Der Weg, auf den wir nicht auf die schalen, nichtigen, giftigen Freuden dieser Welt angewiesen sind, sondern die Freude am Herrn allerwege gewinnen dürfen?" Von Eschbach aus, wohin er sich dann zur Erholung begeben hatte, reichte er am 30. September 1937 eine Eingabe an die Reichskanzlei ein mit Übersendung einer Abschrift an das Reichsinnenministerium und an den Regierungspräsidenten in Koblenz . Das Schreiben rechtfertigt sein bisheriges Tun und kündigt seine Rückkehr an. Es lautet:
,, Am 30. Mai dieses Jahres wurde ich, gerade aus dem Krankenhaus nach Behandlung eines Unterschenkelbruches entlassen, von Beamten der Ge
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